Soundtrack - Django Unchained - Cover
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Soundtrack Django Unchained


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Quentin Tarantino liefert einmal mehr Kult in Wort, Bild und Musik ab.

Kult-Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Filmproduzent Quentin Tarantino („Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“, „Kill Bill 1 & 2“, „Death Proof“, „Inglourious Basterds“) fügt seiner aufregenden Vita als universeller Filmemacher ein weiteres Genre hinzu, nachdem er bereits grandiose Gangster-Epen, Action-Thriller, Kriegsfilme, Road- und Splatter-Movies abgedreht hat.

Mit „Django Unchained“ liefert der 49-Jährige seinen ersten Western ab, für den er wiederum einige seiner liebsten Schauspieler wie Samuel L. Jackson und den deutsch-österreichischer Christoph Waltz engagierte. In dem Film geht es um den Sklaven Django (gespielt von Jamie Foxx), der von dem Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit wird, damit Django ihm hilft, die Verbrecherbande The Brittle Brothers zu suchen und zu töten. Als Belohnung will Dr. Schultz Django wieder mit seiner Frau Broomhilda von Shaft (Kerry Washington) zusammenbringen. Klingt simpel, ist aber für Tarantinos Art des Filmemachens genau die richtige Dosis aus Handlung, beeindruckenden Bildern und Musik.

Musik gehört ebenfalls zu den Leidenschaften Quentin Tarantinos. Bei den Soundtracks zu seinen Filmen kümmert er sich gerne höchstpersönlich um die Details, schreibt Songs bzw. steuert aus seiner privaten Schallplattensammlung Material bei. Auch für „Django Unchained“ hat sich Tarantino wieder mächtig ins Zeug gelegt, um eine atmosphärische Songsammlung zusammenzustellen, die den Leinwandbildern adäquat ist. So ist es nur allzu logisch, dass Stücke von Ennio Morricone als Reminiszenz an die Italo-Western der 60er und 70er Jahre auf der Platte vertreten sind („The braying mule“, „Ancora Qui“, „Un Monumento”).

Doch Quentin Tarantino wäre nicht zu diesem Kult-Regisseur geworden, wenn er nicht in allen Bereichen über den Tellerrand hinausschauen würde. Und so geht auch seine Titelauswahl über die typische Spagetti-Western-Musik („Lo Chiamavano King“, „La corsa“) in Kombination mit Dialogausschnitten („Five-thousand-dollar ni**a’s and gummy-mouth bitches“) hinaus, indem er Musiker aus den Bereichen R&B, Soul und HipHop wie z.B. John Legend („Who did that to you?“), Rick Ross und Jamie Foxx („100 black coffins“), RZA („Ode to Django”), Anthony Hamilton („Freedom”) oder auch James Brown und 2Pac („Unchained – The payback / Untouchable“) einbindet.

Dieser Mash-Up funktioniert erstaunlich gut, weil er sich als harmonisches Ganzes aus obskuren Klassikern aus Tarantinos Sammlung, coolen Dialogfetzen und brandneuen, extra für den Film geschriebenen Tracks präsentiert. Wer dagegen wahllos zusammengewürfeltes Liedgut sucht, das vielleicht auch noch den einen oder anderen Hit abwirft, ist bei Herrn Tarantino definitiv an der falschen Adresse!

Anspieltipps:

  • Django
  • Freedom
  • Ancora qui
  • I got a name
  • 100 black coffins
  • Six shots two guns
  • Unchained – The payback / Untouchable

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