Iceage - You´re Nothing - Cover
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Iceage You´re Nothing


  • Label: Beggars/INDIGO
  • Laufzeit: 29 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Vier junge Dänen mit ihrem Zweitwerk und einer guten Portion lärmenden Punkrocks.

Das junge Quartett Iceage formte sich in Kopenhagen, als die Beteiligten mit zwölf Jahren die Band gründeten. Mittlerweile ist das Debüt „New Brigade“ erschienen und sind die Blogs heiß gelaufen. Denn zusammen mit ähnlich gelagerten Kollegen nehmen sie die Energie von Post-Punk und Hardcore, um in einer Liaison mit zugänglichen Melodien ein monströses Etwas zu erschaffen. Gar die Rettung des Punks wird ihnen attestiert.

Unbeschwert und dringlich ist auch ihr zweites Album „You´re Nothing“, das es nicht nötig hat, Gefangene zu nehmen und stattdessen durch „Ecstasy“ lärmend den Longplayer eröffnet. Von der drückenden Rhythmus-Sektion nach vorne gepeitscht, gönnt er sich beschleunigte Parts, um dann wieder wälzend in vernebeltem Lofi-Klang zu tönen. „Coalition“ verbindet Stakkato-Punk mit herrlich disharmonischen Shoegaze-Abhandlungen, ehe das sich langsam aufbauende, industriell marschierende „Interlude“ die Einleitung zum abgehangen rockenden „Burning Hand“ liefert. Schräg und doch gradlinig peitscht es voran und lässt den Hörer mit dem Wissen zurück, wie Joy Division mit vorherrschenden HC/Punk-Elementen geklungen hätten.

Auch Streetpunk findet seine Berechtigung bei Iceage, wie „In Haze“ zeigt und gesanglich alles zwischen Melancholie, Verzweiflung und Wut serviert. So herrlich ungemütlich wie unaufhaltsam berauschend geht es sich auf „You´re Nothing“ an, denn vergleichsweise zurückhaltende Stücke wie „Everything Drifts“ gehen etwas luftigere Wege und halten dieses am lärmend nihilistischen Limit lebende Zweitwerk auf Kurs. So kompakt wird jedenfalls selten in Punk, Hardcore, Post-Punk und verzweifelter Melancholie, die sich perfekt mit der vorherrschenden Wut mischt, gewildert.

Anspieltipps:

  • Coalition
  • Burning Hand
  • In Haze
  • It Might Hit First

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