Dobie - We Will Not Harm You - Cover
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Dobie We Will Not Harm You


  • Label: Big Dada/Rough Trade
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Rückkehr von Dobie in Form eines Longplayers muss sich mit der Ästhetik von Singles begnügen, nutzt jedoch zahlreiche Nischen elektronischer Musik.

Dobie, mit bürgerlichem Namen Anthony Alexander Campbell, ist ein Produzent, DJ, Fotograf und Skateboarder, dessen letztes Album „The Sound Of One Hand Clapping“ bereits 1998 erschien. In der Schnittmenge aus Techno und HipHop ist es bis heute ein Klassiker der freigeistigen Elektronik. Der Brite arbeitete bereits mit Größen wie Massive Attack, Tricky sowie Björk zusammen und meldet sich nun in Form des Longplayers „We Will Not Harm You“ zurück.

Es ist ein Album, das viele Möglichkeiten der tanzbaren Musik nutzt und dabei neben grundlegenden Elementen aus Techno, Dubstep und HipHop auch Latin Music sowie Jazz und Soul in seine instrumentalen Stücke aufnimmt. „Blip 124“ präsentiert sich durch pumpende Beats und Verweise zu minimalen Clubsounds als Huldigung an frühe Phasen des Techno, während „She Moans“, von gebrochenen Beats getragen, die in alle Richtungen offene Spielwiese des Dubstep mit ins Boot holt.

Auch wenn einzelne Tracks durchaus in Ohr und Bein gehen - die Gesamtheit eines Albums kann Dobie nicht ausnutzen und für sich beanspruchen. So groovt sich „Magenta“ zwar zwingend und spielerisch in eine ausgedehnt psychedelische Abfahrt, kommt „Somewhere Over There“ als Piano/Streicher-Interlude galant um die Ecke und macht „Crunch Factor No. 5“ den Errungenschaften eines DJ Shadow alle Ehre, doch viel mehr ist es das Herauspicken von Songs als ein Longplayer in seiner Einheit. So entsteht nur wenig Fluss und die Faszination hält sich in überschaubaren Grenzen. Mittelmäßig geht dennoch anders, denn „We Will Not Harm You“ badet im Schmelztiegel von drei Jahrzehnten elektronischer Musik und ist doch vollkommen in der Gegenwart präsent.

Anspieltipps:

  • Blip 124
  • She Moans
  • Crunch Factor No. 5
  • On The Corner Of Ridley Road

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