The Howling Hex - The Best Of The Howling Hex - Cover
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The Howling Hex The Best Of The Howling Hex


  • Label: Drag City/Rough Trade
  • Laufzeit: 49 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Art-Rock von Neil Hagerty. Weder für Fortgeschrittene noch für Anfänger?

Hinter The Howling Hex steht Neil Michael Hagerty, den einige von Pussy Galore oder Royal Trux her kennen werden. Bei The Howling Hex lässt er seine Begleitmusiker meistens im Anonymen oder spielt alle Instrumente - wie auf dem Vorgänger „Wilson Semiconductors“ (2011) - nahezu alleine ein. Als Solokünstler startete Hagerty vor etwa einer Dekade und blieb dabei seiner Royal Trux Labelheimat Drag City treu. Dabei schwankt er zwischen den Polen des Alternative- und Art-Rock, wobei er auch mit Elementen der Popmusik umzugehen versteht. Einfach macht er es dem Zuhörer nie, zu komplex und zu noisy gestaltet er seine Kompositionen, so dass The Howling Hex dem Hörer eine gehörige Portion Aufmerksamkeit abverlangen.

Dem ist auch auf „The Best Of The Howling Hex“ so. Wobei der Titel auf die falsche Fährte führt, denn es handelt sich keineswegs um eine Zweitverwertung alten bzw. essentiellen Materials, sondern um acht brandneue Titel. Zudem baut Hagerty auf eine Rhythmussektion und gegenüber dem Vorgänger auf kürzere und griffigere Songs, die auf den Punkt kommen, bevor sie sich in ausgiebige Jams transformieren können.

Nichtsdestotrotz bleiben The Howling Hex im Art-Rock-Konzept verhaftet. Einige Titel basieren auf indianischen Rhythmen, manche laufen im Walzertakt, andere wiederum treiben ein clowneskes Spiel, das Richtung 70er/80er No/New Wave verweist. Bruchstückhaft lassen sich Elemente von Ian Dury & The Blockheads, Sonic Youth und Hagertys früheren Bands heraushören. Außerdem sind Versatzstücke seines zeitweiligen Wohnsitzes in New Mexico herauszuhören, eine Art New Border Funk, der für gewisse Kicks sorgt.

Im Gesamten gesehen werden hier wieder nahezu ausschließlich die beinharten Hagerty und Art-Rock Anhänger zuschlagen. Auch für „The Best Of Howling Hex“ gilt: Wer mit Art-, Noise- und Avantgarde-Rock auf dem Kriegsfuß steht, der lässt Neil Hagerty auch dieses Mal links liegen, auch wenn die Titel gegenüber „Wilson Semiconductors“ durchaus kürzer und zugänglicher geraten sind. Dagegen werden die Fortgeschrittenen die ausufernden Jams und Noise-Eskapaden vermissen. Oder genügt denen etwa der lange Hidden Track?

Anspieltipps:

  • Highlights
  • Street Craps
  • The General Prologue

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