Silly - Kopf An Kopf - Cover
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Silly Kopf An Kopf


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 64 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, kauften auch Rosenstolz, Nena und Udo Lindenberg.

Fast exakt drei Jahre, nachdem Silly in neuer Besetzung mit der Schauspielerin Anna Loos am Mikrophon ein Comeback wagten und damit einen unerwarteten Erfolg landeten (die Platte „Alles Rot“ stieg bis auf Platz drei in den Album-Charts, hielt sich dort weit über ein Jahr und strich dafür eine Platin-Auszeichnung für mehr als 200.000 verkaufte Exemplare ein), meldet sich die Institution dessen, was früher als „Ostrock“ galt, mit dem neuen Album „Kopf an Kopf“ zurück.

Auch ohne ihre ehemalige Kult-Frontfrau Tamara Danz, die 1996 an Krebs verstarb, sind Silly sich musikalisch grundsätzlich treu geblieben, auch wenn seit Mitte der 80er Jahre keines der Gründungsmitglieder mehr bei den Ost-Berlinern aktiv ist. Mit nunmehr 30 Jahren Bandzugehörigkeit ist der Keyboarder Ritchie Barton am längsten dabei und zusammen mit Uwe Hassbecker (Gitarre, seit 1986 in der Band) einer der Hauptsongwriter von Silly. Zusammen stellen sie auch heuer den Löwenanteil der Songs auf „Kopf an Kopf“.

Schon mit dem von Pianoklängen getragenen Opener und Titeltrack erzeugen die vier Musiker auf ihrem zweiten gemeinsamen Werk dieses typische Silly-Gefühl, das auf ungekünstelten Texten und klaren Songstrukturen beruht. Darin transportiert die Band politische Botschaften („Vaterland“), gibt sich philosophisch („Im See“), vermittelt Stärke („Blutsgeschwister“) und Sehnsucht („Dein Atlantis“). Die Texte stammen dabei diesmal bis auf fünf Ausnahmen aus der Feder von Anna Loos (42), die sich damit noch stärker in die Band einbringt und nicht mehr „nur“ die neue Sängerin ist.

Ab und an klingen Silly anno 2013 zwar wie ein kleiner Klon von Rosenstolz, wenn sie in Songs wie „Deine Stärken“ oder auch „Blinder Passagier“ (Text: Tamara Danz) Melodiebögen einsetzen, die auch ihre Berliner Kollegen in ähnlicher Form untergebracht und groß gemacht haben. Doch da gäbe es gewiss schlimmere Vergleiche. So aber knüpfen Silly mit „Kopf an Kopf“ nahtlos an ihr 2010er Comeback-Album an, dass die Hörer in ganz Deutschland mit einer authentischen Pop/Rock-Mainstream-Mischung begeisterte und die Geschichte der Band würdevoll weiterschrieb.

Anspieltipps:

  • Spring
  • Deine Stimme
  • Dein Atlantis
  • Wo fang ich an
  • Blutsgeschwister
  • Die Welt wird hell

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