Soma - Nobody´s Hotter Than God - Cover
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Soma Nobody´s Hotter Than God


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das zweite Album von vier Franzosen, die britischer klingen als Briten.

Das französische Quartett Soma meldet sich nach seinem Debütalbum „Jewel And The Orchestra” (05/2010) nun auch international mit seinem in nur 23 Studiotagen entstandenen Zweitwerk „Nobody’s Hotter Than God“ auf der Bildfläche zurück. In Frankreich erschien der Longplayer bereits im Spätsommer des vergangenen Jahres und bewirkte ähnlich wie das Debüt wohlwollende Reaktionen in der Indie-Rockszene. Hierzulande haben davon wie so oft bei französischen Künstlern nur sehr wenige Musikbegeisterte etwas mitbekommen. Schon komisch, denn Soma verstehen es ganz vorzüglich, den Sound einer Indie-Band mit den Melodien dem Mainstream zugewandter Acts zu kombinieren.

So fallen bei Vergleichen schon mal Namen wie Kings Of Leon, The Killers, The Kooks, Blur oder auch Interpol. Alles keine schlechten Adressen. Und damit sich an solchen Fixpunkten niemand stört, haben Lionel Buzac (Gitarre, Gesang), Sébastien Claret (Gitarre), Xavier Fernandes (Bass) und Thomas Bitoun (Drums) monatelang an ihren neuen Songs gefeilt, die zusammen mit Produzent Bertrand Montandon (The Dodoz, Kami, The September When, Isaya) aufgenommen wurden. Anschließend wurden die elf Track von Tony Hoffer (Phoenix, Beck, The Kooks, Depeche Mode) in Los Angeles für einen satten, international tauglichen Klang abgemischt.

Auf „Nobody’s Hotter Than God“ wird schnell deutlich, dass die genannten Referenzen nicht zu hochgegriffen sind. Soma verstehen es, unverschämt simple („Roller coaster“) und eingängige Songs („The brightest side“) zu kreieren, die jeder BritPop-Band Ehre machen würden. Denn die Mischung aus Coolness á la Blur mit quietschenden Gitarren und polternden Drums („MLK’s carol“), düster dräuenden Tracks („Henry VIII“), super-lässigen Stones-Licks („Letters to unwrite“), fröhlich ansteckenden Past-New-Wave-Hymnen („Nowhere fast“, „Several days“), herrlich süßlichen Popliedern im Stil der Kaiser Chiefs („Punch the clock“) und Coldplay-Balladen („Mourning cain“) ist in ihrer ganzen Art ein Fest für den BritPop-affinen Hörer, der es vier Franzosen verzeiht, britischer zu klingen, als es die selbsternannte Pop-Polizei erlaubt.

Anspieltipps:

  • Henry VIII
  • Nowhere fast
  • Mourning cain
  • Punch the clock
  • The brightest side

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