Yes Sir Boss - Desperation State - Cover
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Yes Sir Boss Desperation State


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
8.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ska-Reggae-Rock aus Bristol mit freundlicher Unterstützung von Joss Stone.

„Desperation State” von Yes Sir Boss ist die erste Album-Veröffentlichung auf Joss Stones eigenem Label Stone’d Records und sie hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, bei dem Song „Mrs #1“ als Gastsängerin mitzuwirken. Die Band aus Bristol ging aus einer College-Freundschaft hervor und wird vor allem ihrer mitreißenden Live-Shows wegen geliebt. Sie spielte neben den einschlägigen Konzertbühnen auch auf den angesagten britischen Festivals wie Glastonbury, Latitude, Bestival, Electric Pink und Green Man. Stilistisch lassen sich Yes Sir Boss kaum festlegen. Die Frage, ob es sich um Ska mit Indie-Pop-, Folk- und Rock-Einflüssen handelt oder umgekehrt um Rock/Popmusik mit Ska-Einflüssen lässt sich nicht so einfach beantworten und ist auch nur von sekundärer Bedeutung.

Bedeutungsvoller war da schon das Zusammentreffen mit Joss Stone, die Yes Sir Boss als Support für eine Show in Amsterdam eingeladen hatte. Nach dem großartig geratenen Gig war Stone klar, dass diese Band die richtige für das erste Label Signing wäre. „Sie sind nicht nur alle fantastische Personen, sondern spielen einfach los und bringen die Menschen zum Tanzen. Und genau dafür ist Musik da“, so Stones Lobeshymne.

Einfach los spielen sie auch auf ihrem Album, das mit dem Titelsong startet, einer Midtempo-Nummer, die von Rock-Gitarre, Reggae-Beat und Bläsern dominiert wird. Hinzu kommt die heiß vibrierende Stimme von Frontmann Matthew Sellors. Das mit Mariachi-Trompeten und Twang-Gitarren schwingende Intermezzo „The Situation“ geht nahtlos in den rockenden, bläser- und gitarrenbefeuerten Ska-Song „Not Guilty“ über. In ähnlichem Fahrwasser schwimmen und swingen „Pretty Thing“ und „Mrs #1“, letzterer mit dem Duettgesang von Stone und Sellors, die mit dem glühenden Gitarren-, Bläser- und Rhythmusgebräu einen heißen Tanz aufs Parkett legen.

Von Reggae-, Ska- und New Orleans-Vibes werden „Mr. Happy“ und „Till You Get Yours“ (von Mariachi-Trompeten unterwandert) angetrieben. Im Ska- und Mod-Stil werden „Never Know“ und „Na Na Ooh“ zum Besten gegeben. Dagegen schaltet „My My“ in den Balladenmodus, der sich gegen Ende zur hart rockenden Hymne aufschwingt. Der Schlusssong „Lose No More“ zeichnet abermals die weiche Seite von Yes Sir Boss, die dennoch eine Band sind, die vor allem zum flotten Tanze bittet. Sie sorgen für gute Laune, ohne dabei substanzlos oder gar als pure Spaß-Band daherzukommen. Die wären auch ohne Joss Stone ihren Weg gegangen, wobei er etwas steiniger gewesen wäre ohne die Stone.

Anspieltipps:

  • Desperation State
  • Mr. Happy
  • Na Na Ooh
  • Mrs #1

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