Big Harp - Chain Letters - Cover
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Big Harp Chain Letters


  • Label: Saddle Creek/CARGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Vertonung von Whiskey, Staub, rostigen Autos und Schweiß.

Das Ehepaar Chris Senseney und Stefanie Drootin-Senseney (The Good Life, Bright Eyes, She & Him) rief sein Bandprojekt Big Harp im Dezember des Jahres 2010 ins Leben und präsentierte nur wenige Monate später das erste Album „White Hat“ (09/2011). Ein halbes Jahr danach begann bereits die Arbeit an Album Nummer zwei, das nun mit dem Titel „Chain Letters“ auf den Markt kommt und die Americana-Grundlagen des Debüts in einem düsteren Stilmix aus Blues, Folk, Gospel, Rock und Country auf etwas harsche aber charmante Art weiterspinnt.

Das zweite Big-Harp-Album wurde in den ARC Studios in der alten Heimat der Senseneys in Omaha, Nebraska, sowie ihrem neuen Zuhause Los Angeles aufgenommen und technisch von Ben Brodin (First Aid Kit, Son Ambulance, Bright Eyes, Pete Yorn) und Mike Mogis (M. Ward, Julian Casablancas, Rachael Yamagata, Monsters Of Folk) betreut. Der raue Charme der zehn neuen Songs erinnert nicht selten an die Songwriter-Kollegen Nick Cave und Tom Waits – oder, wie es Chris Senseney ausdrückt: „Really I'd like it to sound like Leonard Cohen fronting The Pixies. It doesn't though. Maybe a little. You tell us.“

Will heißen: Auf „Chain Letters“ geht es auf jeden Fall rumpelig und rau zur Sache, ohne dass das Duo in allzu düstere Regionen vorstößt. Die Songs verströmen die Atmosphäre eines in Schwarzweiß gedrehten, verschrobenen Art-Noire-Roadmovies und wäre da nicht die Stimme von Stefanie Drootin-Senseney, würde der Eindruck von Whiskey, Staub, rostigen Autos und Schweiß überwiegen. So aber enthält die Klangwelt von Big Harp genügend Kontrastmittel, das dem Duo die nötige Eigenständigkeit beschert, die es braucht, um auf einem Kultlabel wie Saddle Creek veröffentlicht zu werden.

Anspieltipps:

  • No trouble at all
  • Outside in the snow
  • Waiting for some drunk
  • Call out the cavalry, strike up the band

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