Sans Parade - Sans Parade - Cover
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Sans Parade Sans Parade


  • Label: Stargazer/Broken Silence
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein finnisches Trio mit einem Album, das so schön und doch so schwer zu beschreiben ist.

Die finnische Indie-Pop-Band Sans Parade (Markus Perttula, Pekka Tuppurainen und Jani Lehto) veröffentlicht ihr selbstbetiteltes Debütalbum und setzt damit einen Koloss aus Stimmungen, Gefühlen und schwebenden Melodien frei, die wieder einmal perfekt in die Klischeeschublade passen, wenn die Rede von Bands ist, die vornehmlich aus Island bzw. Finnland stammen. Denn die Dunkelheit in diesen Ländern wirkt sich – so der allgemeine Volksmund – auf die Musiker und deren Songwriting auf ganz besondere Weise aus, so dass am Ende immer wieder Werke wie z.B. „Sans Parade“ zu Buche stehen, die so schön und doch so schwer zu beschreiben sind.

Mit dem asiatisch angehauchten „The last song is a love song“ starten Sans Parade ihre einstündige Klangreise, die zwischen Indie-Rock und orchestralen Art-Pop-Sounds aus den Lautsprechern schwebt. Der klare Gesang von Markus Perttula erinnert dabei an Brett Anderson (Suede), was gewiss auch an der Art liegt, wie dieser abgemischt wurde, sprich: mit einer guten Portion Hall. Damit setzt sich die Stimme gekonnt von den Mollklängen ab, die all die Weltuntergangsszenarien in Töne hüllen, die das Trio zu Papier gebracht hat.

Auf diese Art verpacken Sans Parade ihre bittersüßen Melodien („Swept away“, „From Leytonstone to canary wharf“) und großartigen Pop-Hymnen („In a coastal town“, „A liking song“) in ein intensives und schönes Gesamtkunstwerk, das mit seiner latenten Düsterkeit wie ein kleiner, kaum zu sehender Stern am Abendhimmel funkelt.

Anspieltipps:

  • Swept away
  • A liking song
  • In a coastal town
  • The end of the world 1964
  • The last song is a love song

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