The Plea - The Dreamers Stadium - Cover
Große Ansicht

The Plea The Dreamers Stadium


  • Label: Planet Function/ALIVE
  • Laufzeit: 54 Minuten
Artikel teilen:
8.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn Bono Vox (U2) und Chris Martin (Coldplay) gemeinsame Sache machen würden, käme The Plea dabei heraus.

Nach ihrer „Nothing But Trouble“-EP aus dem Jahr 2010, meldet sich die irische Band The Plea, bestehend aus Dennis Doherty (Gesang), Dermot Doherty (Gitarre), Paul Toland (Bass) und Gerry Strawbridge (Drums), nun endlich mit ihrem zusammen mit Produzent Chris Potter (u.a. U2, Blur, The Verve, The Rolling Stones, The Clash) eingespielten Debütalbum „The Dreamers Stadium“ auf der Bildfläche zurück. Denn was sich damals bereits ankündigte, wird nun Gewissheit: Die aus dem 500-Seelen-Dorf Ballyliffin stammenden Musiker langen mit ihrem ersten Longplayer tief in die Stadionrock- und BritPop-Pathos-Kiste und machen damit Kollegen wie Coldplay und U2 Konkurrenz!

Was in diesem Zusammenhang arg verwundert: Als Produktionsjahr prangt tatsächlich schon das Jahr 2011 auf der Hülle und obwohl der Plea-Sound eine hochansteckende Massenwirksamkeit besitzt, erscheint das Album über das Mini-Label Planet Function. Kann es wirklich sein, dass hier zwei Königskinder nicht zueinandergefunden haben? In Anbetracht dessen, was auf „The Dreamers Stadium“ musikalisch passiert, erscheint diese Tatsache einfach unvorstellbar.

Sänger Dennis Doherty kommt mit einem kraftvollen Gesangsstil zwischen Jim Kerr von den Simple Minds („Feel it ticking“) und U2s Bono („Oh ah yay“, „Send it out“) daher. Dieser wird von seiner Band mit Melodiebögen á la Coldplay („Windchime“, „Too young to die“), ganz viel U2 („Out like a light“, „The odyssey“) und einer Prise Blur („I am the miracle“) gepaart, sodass der Hörer im ersten Moment förmlich an den zahlreichen Hits zu ersticken droht, die dieses Album zu bieten hat.

„The Dreamers Stadium“ ist ein typisches Erstlingswerk, mit dem sich Bäume ausreißen lassen, weil eine Band ohne Druck und Label-Vorgaben alles (und davon nur das Beste) hineinstecken konnte, was sie bis dahin komponiert hat. Dafür hatte sie ein Leben lang Zeit, um es frei nach der Devise „All Killers, no Fillers“ an den Start zu bringen. Das Resultat ist ein beeindruckendes Album, nach dem sich BritPop-Fans die Finger lecken dürfen.

Anspieltipps:

  • Windchime
  • Oh ah yay
  • Send it out
  • The odyssey
  • Staggers anthem

Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „The Plea“
comments powered by Disqus