Wednesday 13 - The Dixie Dead - Cover
Große Ansicht

Wednesday 13 The Dixie Dead


  • Label: Devco Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wednesday 13, ehemaliger Sänger der Frankenstein Drag Queens From Planet 13 und aktuelle Stimme der Murderdolls, haut ein neues Album raus.

Du hast Blut, wir brauchen Blut, die Zeit ist reif, schrei ruhig, ich sauge dein Blut sowieso aus dir raus, ich bin ein Blutsauger, du Motherfucker. Mit dieser erfrischend direkten Message starten Wednesday 13 in ihr neues Studioalbum „The Dixie Dead“, das fünfte in acht Jahren Bandgeschichte. Dazwischen gab es noch mehrere EPs, eine Live-Platte und selbstverständlich auch noch diverse Veröffentlichungen von Bands, denen Frontmann und Namensgeber der Band, Wednesday 13, ebenfalls angehört. Da hat einer hörbar Spaß an seinem Job.

Thematisch und musikalisch bleibt auf „The Dixie Dead“ alles beim Alten: Das Blut spritzt, überall Angst und Schrecken, Untote und der ganze andere Kram, den man so oder ähnlich aus Horrorfilmen kennt. Das Ganze verpackt in einfache, aber treibende Riffs und versehen mit der charismatischen Stimme von Herrn Wednesday 13 - fertig ist ein ziemlich verrücktes Horror-Punk-Paket, das nicht selten klare Metal-Referenzen aufweist. Interessant und untypisch ist, dass ein Großteil der Höhepunkte auf „The Dixie Dead“ erst mit der zweiten Albumhälfte einsetzt. Zwar sind Songs wie „Blood Sucker“ und „Get Your Grave On“ mehr als passable Hausnummern, doch macht sich spätestens beim leicht stumpfsinnigen „Hail Ming“ zunehmend Langeweile breit, die allerdings geschickt durch „Coming Attractions“ aufgehoben wird.

Danach leitet der von den Südstaaten inspirierte Titeltrack eine kleine Hitsammlung ein, die verglichen mit dem bereits Gehörten abwechslungsreicher kaum sein könnte. Da wäre zunächst das atmosphärische „Ghost Stories“, gefolgt von „Fuck You (In Memory Of...)“, in dem Wednesday 13 hüftwackelnd einen Gruß an die letzte Torte richtet, bevor mit „Carol Anne....They're Here“ noch auf unnachahmliche Weise der Grusel-Klassiker „Poltergeist“ thematisiert wird. Zwar sind diese drei Songs ruhiger und langsamer als alles zuvor, dafür aber musikalisch deutlich ausgereifter und bei weitem eingängiger als „Curse The Living“ und „Too Fast For Blood“ zusammen. Damit aber nicht der Eindruck entsteht, Wednesday 13 seien nun dauerhaft in milderen Gegenden anzutreffen, beißen die blassen Jungs beim finalen „Hands Of The Ripper“ lieber nochmal richtig einen ab und verabschieden ihre Fans damit in die dunkle Nacht. Schade, dass Halloween noch in so weiter Ferne liegt.

Anspieltipps:

  • Fuck You (In Memory Of...)
  • Carol Anne...They’re Here
  • Blood Sucker
  • Hands Of The Ripper

Neue Kritiken im Genre „Rock“
7/10

Sechs
  • 2018    
Diskutiere über „Wednesday 13“
comments powered by Disqus