Joe Budden - No Love Lost - Cover
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Joe Budden No Love Lost


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 72 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Joe Budden hat wieder Lust auf Mainstream!

Als rast- und ruheloser Musiker überströmt der New Yorker Rapper Joe Budden (32) den HipHop/Rap-Markt seit nunmehr zehn Jahren mit seinen zahlreichen Mixtapes und – je nach Zählweise – regulären Alben. Das neueste Werk, „No Love Lost“, reiht sich in die Liste Buddens „normaler“ Longplayer ein und versammelt auf 17 Tracks mindestens ebenso viele Gäste, darunter Topstars wie Lil Wayne, Lloyd Banks, Omarion, Twista und Wiz Khalifa.

Diese enorme Flut hochkarätiger Features ist eventuell Joe Buddens Erfolg als Mitglied der Rap-Gang Slaughterhouse zu verdanken, die mittlerweile auf dem „Shady Records“-Label von Rapstar Eminem beheimatet ist und mit ihrem zweiten Album „Welcome To Our House“ (07/2012) bis auf den zweiten Platz der US Billboard Charts kam. Budden nahm den kommerziellen Kick mit rund 150.000 verkauften Einheiten jedenfalls zum Anlass, vor dem dritten Slaughterhouse-Werk ein neues Soloalbum zu produzieren, das zwar nur auf einem kleinen Indie-Label erscheint, aber trotzdem stärker in Richtung Mainstream tendiert als seine letzten Veröffentlichungen.

Schon mit dem lässigen R&B-Intro „Our first again“ wird deutlich, dass der 32-Jährige zurzeit Bock auf Dicke-Hose-Sounds hat und dem Stil von Kollege Drake nachzueifern versucht. So ist Joe Budden zusammen mit seinen Produzenten wie Araabmuzik, Boi-1-Da, Darknight und T-Minus trotz eines dominanten Beat-Gerüsts stets darauf bedacht, Stimmungen, Gefühle und inhaltliche Aussagen in den Vordergrund zu rücken, um nicht den x-ten Abklatsch eines zugekifften Rap-Millionärs abzugeben, der seine Platten nur aus Langeweile produziert – und am Ende auch so klingen lässt.

Mr. Budden verabreicht zusammen mit dem Label-Kollegen und R&B-Nachwuchsstar Emmany einen kleinen Schuss Popmusik, während die Slaughterhouse-Features mit Royce da 5´9“ und Crooked I eher den Old-School-Bereich abdecken und die Big Player Lil Wayne und Wiz Khalifa allein durch ihre markanten Stimmen auffallen (und – wie gewohnt – weniger durch Inhalte), sodass „No Love Lost“ am Ende als durch und durch solide HipHop-Scheibe abschneidet, die weder Ausfälle noch absolute Kracher bereithält.

Anspieltipps:

  • Skeletons
  • Runaway
  • All in my head
  • Top of the world
  • Tell him somethin
  • She don’t put it down

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