DMX - Undisputed - Cover
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DMX Undisputed


  • Label: Seven Arts Music
  • Laufzeit: 55 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf der Suche nach der Relevanz, hat DMX viel von seinem frühen Glanz verloren.

Mit „Undisputed” bringt Earl „Dark Man X“ Simmons fast sieben Jahre nach „Year Of The Dog… Again” (07/2006) sein mittlerweile siebtes Soloalbum auf den Markt, obwohl der 42jährige Rapper und Schauspieler (u.a. „Romeo Must Die“, „Exit Wounds“, „Last Hour“, „The Bleeding“) schon vor über zehn Jahren, im Zusammenhang mit dem „Grand Champ“-Album (09/2003) mit seinem Karriereende als Musiker kokettierte.

„Undisputed” wurde in den USA ursprünglich für März 2012 angekündigt, verschob sich aber um ein halbes Jahr auf September 2012 und ging danach – völlig untypisch für ein DMX-Album – in den Charts unter wie eine Blei-Ente. Obwohl der Rapper weltweit bis dato über 20 Millionen Tonträger verkauft hat und fünf Mal in Folge den ersten Platz der US Billboard Charts erreichte, wurde sein Comeback vom Publikum, trotz ansprechender Kritiken in der Fachpresse, schwer abgestraft.

Das auf dem Independent-Label Seven Arts Music auf den Markt gebrachte Werk ging in der ersten US-Verkaufswoche lediglich 17.000 Mal über die Ladentheken. Ende Januar 2013 stand „Undisputed” bei 44.000 verkauften Einheiten und darf damit als kapitaler Flop bezeichnet werden. Aber warum ist das so? Liegt es an der Gästeliste, die mit Namen wie Swizz Beatz, J.R. Rotem und Machine Gun Kelly nur sehr dürftig ausgefallen ist, oder sind es die diversen Straftaten, Affären und Gefängnisaufenthalte, die heutzutage einfach nicht mehr cool sind und das Publikum nach anderen Rappern Ausschau halten lassen?

Neben seinem markanten Organ, das an einen kläffenden und knurrenden Straßenköter erinnert, bietet DMX einen musikalischen Unterbau, der sich durchaus um einen mehr oder weniger aktuellen Sound bemüht („Slippin‘ again“), sich unterm Strich aber kaum aus den gut abgehangenen Old-School-Sounds („What they don’t know“, „I’m back“, „Have you Eva“) der 90er Jahre befreien kann. Das hat zwar auch seine Reize, passt aber nur bedingt in ein zeitgemäßes Rap-Umfeld. Das macht „Undisputed” zwar nicht gleich zu einem schlechten Album, aber eine steigende Spannungskurve erzeugt der 42-Jährige damit auch nicht.

So müht sich DMX auf 17 Tracks um eine notwendige Relevanz, die sich einfach nicht einstellen will, weil all das, was auf „Undisputed” zu hören ist, schon einmal da war – nur besser, selbst wenn der Rapper klingt wie Coolio („Head up“), was nicht gerade zu den größten Komplimenten in der Szene zählt.

Anspieltipps:

  • Prayer
  • Cold world
  • Frankenstein
  • Sucka for love

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