Stone Sour - House Of Gold & Bones Part 2 - Cover
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Stone Sour House Of Gold & Bones Part 2


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 51 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn schon Teil 1 nicht gut war, was soll dann Teil 2 noch ausrichten?

Im Oktober des vergangenen Jahres veröffentlichte Stone Sour, das Band-Projekt von Slipknot-Sänger Corey Taylor (39), mit „House Of Gold And Bones“ der ersten Teil eines zweiteiligen Konzeptwerks. Jetzt, sechs Monate später, liegt die Fortsetzung vor. Diese Zweiteilung entspricht zwar nicht unbedingt gängigen Veröffentlichungsmethoden, ist aber auch nicht so selten, dass es als Sensation gefeiert werden müsste. Vielmehr ergibt sich aus dieser geschäftlichen Taktik die brenzlige Situation, dass Teil zwei kommerziell komplett abkackt, wenn schon der Auftakt kein Fall für den Olymp des Hardrock und Heavy Metal war, wie „House Of Gold And Bones Part 1“ leider unter Beweis gestellt hat.

Das Konzept des Doppelalbums basiert auf dem Selbstfindungstrip von Mastermind Corey Taylor, der dazu musikalische Einflüsse von „The Wall“ (Pink Floyd) und „Dirt“ (Alice In Chains) einbezogen sieht. Ein paar Nummern kleiner wären die Vergleiche wohl angebrachter gewesen, um die Ansprüche nicht in Dimensionen hochschnellen zu lassen, die Stone Sour schlicht und ergreifen nicht erfüllen können, wenn „The Human“, die Hauptfigur des 23 Songs starken Werks, nach der Vorstellung in Teil eins, in Teil zwei nun tief in dramatische Geschehnisse eintaucht und aus der dunkeln Seele des Protagonisten einen kreativen Ausweg sucht.

Um den Zusammenhang der beiden Alben zu unterstreichen, beginnt die Zählweise der Songs nicht bei eins, sondern geht mit Nummer 12 weiter („Red city“). Hier nimmt die philosophische Tragödie den Faden wieder auf und versucht in der Tat, die progressiven Klänge Pink Floyds mit dem wuchtigen Alternative Rock aus der Stone-Sour-Schmiede zu verbinden. Dabei kommt eine Form des Hardrock heraus, der auf der einen Seite vor Kraft kaum laufen kann („Black John“, „Stalemate“) und auf der anderen mit pseudo-epischen Klanggemälden für Aufsehen sorgen will („Sadist“, „Peckinpah“), dabei aber das Klassenziel verfehlt.

Lediglich stellenweise können die Riff- und Melodie-Ideen etwas gegen die Lethargie des gesamten Songmaterials ausrichten, aber nicht dafür sorgen, dass „House Of Gold And Bones Part 2“ auch nur ansatzweise etwas besser macht, als der bereits enttäuschende erste Teil des Doppel-Konzeptwerks.

Anspieltipps:

  • ‘82
  • Black John
  • Gravesend
  • Do me a favor

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