Shaking Godspeed - Hoera & Awe - Cover
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Shaking Godspeed Hoera & Awe


  • Label: Drakkar/Sony Music
  • Laufzeit: 78 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus zwei mach eins: Die Niederländer kredenzen ihre ersten beiden Alben als schicken Doppeldecker für den deutschen Markt.

Die niederländische Band Shaking Godspeed gründete sich vor rund drei Jahren in der Besetzung Wout Kemkens (Gesang, Gitarre), Paul Diersen (Keyboards, Bass) und Maarten Rischen (Drums). Sie veröffentlichte bis dato die „Shaking Godspeed“-EP (01/2010) sowie die beiden Longplayer „Awe“ (10/2010) und „Hoera“ (02/2012). Nachdem die Band einen Vertrag beim deutschen Metal-Label Drakkar Records unterschrieben hat, erscheinen die beiden Einzelwerke nun nochmals gemeinsam als praktischer Doppeldecker zum Preis einer einfachen CD. Wie praktisch!

Shaking Godspeed werden unter dem Banner „Psychedelic Rock“ ins Rennen geschickt. Sie verarbeiten jede Menge Einflüsse aus den späten 60er/frühen 70er Jahren, von Led Zeppelin über The Doors bis hin zu MC5 oder Iggy & The Stooges, sprich: Das Trio ballert alles aus der Hüfte, was schräg genug ist und sich irgendwie nach Blues-, Hard-, Punk- und Garagen-Rock anhört. Damit dürfen wir die nächste Band auf der Retro-Schiene willkommen heißen, auch wenn sich Shaking Godspeed überhaupt nicht als Retro-Combo verstanden wissen wollen.

Aber was soll sich der Hörer bitteschön denken, wenn Sänger Wout Kemkens bellt und keift wie weiland Jim Morrison bei seinen wildesten Bühnenauftritten („Jesus“) oder Paul Diersen seine Deep-Purple-Gedächtnis-Orgel aufheulen lässt („Gong gong“)? Somit steckt das Trio durchaus in den Klauen der Vergangenheit, bringt dazu aber nicht die Qualität in Sachen Songwriting mit, um sich einem realistischen Vergleich mit den Größen der Sechziger und Siebziger zu stellen.

Das Debütalbum „Awe“ fällt dabei besonders weit zurück, da hier nur selten zündende Ideen in Form cooler Riffs („High hopes / high times“) oder sonstiger fesselnden Song-Strukturen vorkommen. „Hoera“ macht seine Sache dagegen schon besser, ist aber auch nicht wirklich über die alltägliche Durchschnittskost erhaben.

Anspieltipps:

  • Hoera
  • Without
  • Godspeed
  • Season’s over
  • High hopes / high times

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