Me (The Band) - Even The Odd Ones Out - Cover
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Me (The Band) Even The Odd Ones Out


  • Label: Lizard King Media
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Man kreuze Queen, Muse und Radiohead und erhalte... Me.

Im Herbst des vergangenen Jahres schickte die australische Band Me mit der „Another Story High“-6-Track-EP den Vorboten ihres langerwarteten Debütalbums ins Rennen und erntete damit Vergleiche mit Queen, Muse und Radiohead. In der Tat keine minderwertigen Hausnummern, aber auch eine hohe Bürde für den Debüt-Longplayer, auf dem sich lediglich zwei Songs der 2012er EP wiederfinden. Somit werfen die Jungs aus Melbourne auf dem „Even The Odd Ones Out“-Album zehn neue und zwei bekannte Stücke in die Waagschale. Genug Material also, um sich endgültig ein Bild von dem Quartett vom fünften Kontinent zu machen.

Schon der Opener „Hoo ha“ ist eine dramatische Rockoper mit feudalen Chören, Bläsern sowie Gniedel-Gitarren und damit der wegweisende Startschuss für ein Album, auf dem die vier Wahl-Engländer grundsätzlich nur mit dem ganz großen Besteck anrücken, um den Pathos des 70er Jahre Glam-Rock in das Hier und Jetzt zu holen. Damit umschiffen die Australier zwar immer nur haarscharf den Vorwurf, Plagiatoren zu sein, doch ihre gewagte Performance fällt derart aus dem Rahmen des aktuellen Rock-Geschehens, dass dieses Stilmittel ausdrücklich als gestattet angesehen werden muss.

Wie schon ihre Vorab-EP haben Me mit Produzent Barny Barnicott (Kasabian, Arctic Monkeys, Coldplay) auch ihr Album aufgenommen und dabei das kreative Rad noch ein ganzes Stück weiter gedreht. Sie präsentieren kurz vor dem Makel des Kitschs stehende, Filmmusik-artige Klanglandschaften („Your favourite colour“ könnte glatt von einem „James Bond“-Soundtrack stammen), wuchern mit bis auf die Spitze getriebenem Falsett-Gesang („Vampire!! Vampire!!“), sagen bei Radiohead („Their song”) und David Bowie („Trails in the sky“) hallo und bauen an allen Ecken und Kanten Reminiszenzen an Muse („Rock and roll dandy“) und Queen („Westward backwards“) ein.

So verwundert es nicht, dass „Even The Odd Ones Out“ am Ende wie ein Rock-Musical wirkt, in dem ein paar junge Kerle ihre musikalischen Helden huldigen, dabei ein ums andere Mal den Bogen etwas überspannen, aber dennoch so viel Spaß bereiten, dass man ihnen gar nicht böse sein kann.

Anspieltipps:

  • Hoo ha
  • Like a fox
  • Their song
  • Trails in the sky
  • Rock and roll dandy

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