Suuns - Images Du Futur - Cover
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Suuns Images Du Futur


  • Label: Secretly Canadian/CARGO
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Trip aus der Garage, der nicht so richtig weiß, ob er Punkrock ist.

Ein psychedelisches Feuerwerk. Knapp drei Minuten schrammelnde Gitarren, eine verzerrte, nölende Stimme und die gute alte Kuhglocke wecken so manche Erinnerung an den Krautrock der 70er Jahre. Ob so geradlinig wie im Opener oder durch wie auf Acid klingende Melodieläufe im anschließenden „2020“, welches zu Disco-Einlagen nach Konsum erheiternder Substanzen schreit - Suuns aus Quebec wollen rau klingen, ohne einer ordentlichen Produktion aus dem Weg zu gehen.

Vordergründig präsentiert sich auf „Images Du Futur“ der Einsatz einzelner Töne und Lines, die sich durch ein Lied ziehen können und zusammen sowie gegeneinander hypnotische Klangbilder zeichnen sollen. Das klappt in „2020“ sehr gut, verläuft sich aber zum Beispiel im knapp sechsminütigen „Minor Work“ hoffnungslos. Selten macht es die Band einem so leicht und liefert einfachen Krautrock, der in all seinem Chaos und den Einwürfen einer klar erkennbaren Melodie und bekannten Mustern folgt („Mirror Mirror“).

Das ist allerdings auch kein Manko, da Suuns am interessantesten sind, wenn sie sich auf den Einsatz der sich wiederholenden Lines setzen. „Edie's Dream“ ist ein gefühlt nur auf dem Bass aufbauendes Lied, das so auch von Blur hätte stammen können, als sie sich auf Think Tank an neuen Ufern versuchten. Dieser Ansatz, der sich auch im folgenden „Sunspot“ wiederfindet, macht das Album in erster Linie aus, wobei „Bambi“ beweist, dass die Band diese Vorgehensweise auch auf geradlinige, poppige Songs anzuwenden weiß.

Schwächen zeigen Suuns nur in Ansätzen, wenn sie versuchen einen Trip zu erzeugen, der Jefferson Airplane gleichkommen soll. Ein „Holocene City“, sowie der instrumentale Titeltrack wabern vor sich hin, können aber weder wirklich abgehoben klingen, noch durch besondere Elemente oder Melodien die Hörer fesseln, bevor der Closer „Music Won't Save You“ wieder daran erinnert, was „Images Du Futur“ so spannend macht. Das Album ist kraftvoll, simpel und trotzdem voller unvorhersehbarer Elemente.

Anspieltipps:

  • Edie's Dream
  • Bambi
  • 2020

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