Young Dreams - Between Places - Cover
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Young Dreams Between Places


  • Label: Modular/Rough Trade
  • Laufzeit: 53 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Projekt, das sich das klare Ziel gesetzt hat, dem Mainstream ein klares Zeichen entgegenzusetzen.

„Bei dem Projekt geht es darum, dass der Sound von Menschen dokumentiert und eingefangen wird, die versuchen, das Beste, was sie können, für die Musik zu geben. Und das ist vielleicht eine der schönsten Sachen der Welt“, so beschreibt Matias Tellez die Aufnahmen seiner Band „Young Dreams“. Die Menschen, von denen er spricht, sind er selbst (als Komponist), Rune Vanderskog (als Sänger), Pablo Tellez am Bass, Marius Erster Bergesen am Schlagzeug sowie Njal Strøm Paulsberg und Chris Holm mit verschiedenen Rollen.

Die Menschen, von denen der Sound kommt, sind aber auch ein walisischer Kneipenbesitzer, der dabei half, am Text zu feilen und Interessierte, die vom Projekt hörten und im Studio auftauchten, um ihre Texte auszuprobieren und aufzunehmen. Den Norwegern war es dabei vor allem wichtig, ehrliche Musik zu komponieren, als Reaktion auf alles Oberflächliche, das derzeit auf dem Markt unterwegs ist, und gaben sich dabei viel Interpretationsspielraum und Platz für Kreativität.

Entstanden sind dadurch neun sehr unkonventionelle Titel, gerne als symphonischer Pop bezeichnet, die sich verschiedenster Stile bedienen. Sowohl Klassik als auch Elektronik finden Platz auf diesem Album, das eine in „The girl that taught me how to drink and fight“, das andere in „Through the turnstiles“, dessen Einleitung auf Mozarts Requiem basiert. Im Prinzip passt alles dadurch zusammen, dass nichts so richtig zusammen passt. Mal wird man mitgenommen in schwermütige Tiefen, mal in euphorische Höhen, je nach Gefühlslage des Musikers, der für den Song verantwortlich ist.

Aufgenommen wurde das Debütalbum mit Hilfe von Musikproduzent Gareth Jones (Grizzly Bear, Mogwai, Liars) in einem Studio, das die junge Band mit ihrem Ersparten selbst gekauft hatte, ebenfalls mit dem Gedanken, möglichst vielen Menschen einen Platz für Kreativität zu geben. Das ist auch gelungen, wie bereits erwähnt jedoch auf sehr unkonventionelle Weise. Stellenweise zu experimentierfreudige Klänge und undurchsichtige Zusammenhänge, an die man sich nur schwer gewöhnt, dämpfen das ansonsten mühevoll zusammengestellte Album leider etwas ab.

Anspieltipps:

  • Wounded hearts forever
  • Fog of war
  • The girl that taught me to drink and fight
  • Through the turnstiles

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