Moddi - Set The House On Fire - Cover
Große Ansicht

Moddi Set The House On Fire


  • Label: Propeller Recordings
  • Laufzeit: 50 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Eindringlich instrumentiert überzeugt der Norweger Moddi auch mit seinem Zweitwerk.

Eigentlich hatte Moddi, mit bürgerlichem Namen Pål Moddi Knutsen, nach seinem überzeugenden Debüt „Floriography“ gar nicht vor, noch ein Album folgen zu lassen. Denn der Norweger war erschöpft und müde von zahlreichen Konzerten und einer aufregenden Zeit, die mit einem Stipendium von A-ha so erfolgreich verlief. Ganze zwei Jahre schrieb Moddi keinen Song mehr und musste das Songwriting erst wieder lernen, denn der Sound einer Dusche im Studentenwohnheim packte ihn so, dass er dort ein neues Stück zu Papier brachte.

So war der Bann gebrochen und der Weg frei für „Set The House On Fire“. Ein Zweitwerk, das es mit der zerbrechlichen Schönheit des Debüts vollends aufnehmen kann. Der liebliche Folk von „House By The Sea“, dem ersten Höhepunkt der Scheibe, übermannt mit eindringlichen Melodien, vertont durch eine tolle Mischung aus Akustikgitarre, Piano, zurückhaltenden Streichern und nicht zuletzt Moddis unverkennbar zarten Stimme. Lauter und hymnisch folgt „Let The Spider Run Alive“ in einem ähnlichen Klanggewand. Hier kommt aber deutlich mehr Pathos zum Einsatz und auch die Vocals sind durchaus offensiver in Szene gesetzt. Solche gelegentlichen Ausbrüche gestalten das Album spannend und zeigen die vielfältigen Qualitäten des mittlerweile in Oslo studierenden Musikers.

Selbstbewusst greift der Folk-Pop von „Soon You`ll Be Somebody Else“ zu den Sternen, die nach zwei Nominierungen für den norwegischen Grammy auch hierzulande näher in das Sichtfeld der Öffentlichkeit gleiten sollten. Obgleich radiotaugliche Momente vorhanden sind, liegt die vorherrschende Präsenz in den zögernden, introvertierten Songs. Nahbar und doch in skandinavischer Tradition mystisch verschwommen, erobern sie mit Wärme und auch mal kräftig aufrüttelnd wie beim spannungsgeladenen „The Architect“. Moddi bleibt eine Klasse für sich.

Anspieltipps:

  • House By The Sea
  • Soon You`ll Be Somebody Else
  • The Architect
  • One Minute More

Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
Diskutiere über „Moddi“
comments powered by Disqus