The Deadstock 33s - The Pilgrims Ghost - Cover
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The Deadstock 33s The Pilgrims Ghost


  • Label: Gomma Records
  • Laufzeit: 52 Minuten

Dieser Artikel ist ausschließlich Digital erhältlich.

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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Zurück in die Zukunft!

Justin Robertson gibt sich laut Gomma das erste Mal seit 2001 wieder Ehre. Heißt das jetzt, dass der alte Mann längst vergessen sein sollte oder dass das deutsche Label eine Perle ausgegraben hat? Das Alter merkt man Robertson unter dem Pseudonym The Deadstock 33s sofort an. Gleich im Opener „Tic Tic Toc“ präsentiert sich Robertson gewollt altmodisch und reißt damit auch nicht unbedingt Bäume aus. Um aber gleich Mut schöpfen zu können, sei gesagt, dass es sich bei „Tic Tic Toc“ um einen Opener handelt, der allein den Stil vorstellen soll und die Geduld des Hörers auf die Probe stellt.

Wer nicht gleich abschaltet, weil „Tic Tic Toc“ doch sehr repetitiv und ohne echten Vibe daherkommt, der wird gleich im Anschluss eines Besseren belehrt. „Underneath The Pines“ ist genau die Art von Dance-Musik, die man sich als Fan der Depeche Mode-Ära wünscht. Genau in diese Kerbe schlägt The Deadstock 33s und schafft es, dabei immer wieder zeitlos zu klingen, anstatt sich in altbackenen Peinlichkeiten zu verlieren.

Durch den oft gut genutzten Einsatz von Voice-Samples schafft es Robertson, seinen Klangbildern einen Zusammenhang zu geben, der an Pop-Musik erinnert, sodass die Lieder einen Schub und eine Richtung bekommen, anstatt sich in Wiederholungen zu verlieren. Ein kleiner Kniff, der unglaublich große Wirkkraft entwickelt und auch Tracks wie „My Best Dub“ und „Impatient For Your Love“ eine leichte Zugänglichkeit zuschreibt, ohne diese Songs zu sehr weg von der Tanzfläche zu führen.

Aber auch wenn der DJ auf Voice-Samples verzichtet, schafft er es meistens, die richtige Atmosphäre zu schaffen, um den Hörer mit Kopf und Füßen an sich zu binden. „High Lane In Summer“ und „Whistling Heart“ zum Beispiel bauen auf genug einzelne Elemente und eine in sich geschlossene Struktur, die abermals der sonstigen Langeweile auf CD vorbeugen. Es ist und bleibt schließlich etwas anderes, ob man im Club zu solcher Musik tanzt oder sie zu Hause auf der Anlage abspielt. Darunter leidet auch der eine oder andere Track (z.B. „Baron Richelieu's Trapeze“ oder „C'est L'amour“), doch die Positivbeispiele überwiegen auf einer House-Reise, die durch Psychedelic- und Pop-Einschübe oft einen ungewohnt zugänglichen Boden für Tänzer, aber auch sitzende Hörer schaffen.

Anspieltipps:

  • Under The Pines
  • My Best Dub
  • Twisted Veil

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