Langhorne Slim & The Law - The Way We Move - Cover
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Langhorne Slim & The Law The Way We Move


  • Label: Ramseur Records/ALIVE
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Leidenschaftlicher, wütender und scheppernder Folk’n’Roll.

Der 32jährige Langhorne Slim (eigentlich Sean Scolnick) trägt seine Geburtsstadt im US-Bundesstaat Pennsylvania nach guter alter Blues-Tradition im Namen. Als Autodidakt hat er sich Gitarre spielen selbst beigebracht und legt nun sein viertes Album „The Way We Move“ vor. Seit seiner letzten Veröffentlichung „Be Set Free“ (2009) ist einiges in seinem Leben passiert. Er verlor seinen geliebten Großvater und durchlebte das Ende einer fünf Jahre andauernden Beziehung. Ereignisse, die sich in seinem neuen Album widerspiegeln. Der Titel „Song For Sid“ ist über seinen Großvater und auch seine Trennung hat ihre Spuren in den Songs hinterlassen.

Einmal mehr verbindet Langhorne Slim & The Law die Stile Folk, Blues und Country, denen er eine gehörige Portion punkigen Rock’n’Roll beimengt. Dies darf auch Folk-Rock genannt werden, der steht jedoch in keinem klassischen Kontext, sondern wird im DIY-Verfahren präsentiert. Das hat einerseits den Charme von One Man-Bands und andererseits die Energie der frühen Violent Femmes. Der Allmusic Guide bringt noch „One Foot In The Grave“ von Beck sowie den Soundtrack “O Brother Where Art Thou” ins Spiel. Auch als „the bastard son of Hasil Adkins“ wurde er bereits bezeichnet.

Trotz der beibehaltenen rauen Spielart weist „The Way We Move“ einige Besonderheiten auf. Als Gastmusiker wurde eine Bläsersektion engagiert, die einigen Songs Funkiness und Soul beibringt. Zudem spielt David Moore (Keyboards, Banjo, Gitarren) ein Piano, das einen Hauch Boogie und Jazz mit einbezieht. Bassist Jeff Ratner und Schlagzeuger Malachi DeLorenzo zimmern ein schepperndes Rhythmusgerüst und Langhorne Slim bearbeitet die Saiten seiner Gitarre mit einer Leidenschaft, die seine Stimme gleichermaßen transportiert. Er kann sowohl die leisen Töne, wie z.B. auf „On The Attack“, wo er verzweifelt winselt, als auch die wütenden, vor Emotion berstenden, die den Titelsong und einige weitere auszeichnen.

Langhorne Slim & The Law spielen mit viel Wut, Leidenschaft und Gefühl. Dabei bringen sie durchaus einige für sie neue Elemente ins Spiel, die jedoch nicht aufgesetzt wirken, sondern an passender Stelle präsentiert werden.

Anspieltipps:

  • The Way We Move
  • Fire
  • Song For Sid
  • Two Crooked Hearts

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