Saltatio Mortis - Manufactum III - Cover
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Saltatio Mortis Manufactum III


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 64 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mittelalterliche Marktmusik Teil 3 in gewohnt authentischer Qualität.

Die Mittelalter-Rockband Saltatio Mortis veröffentlichte 2011 gleich zwei CDs bzw. DVDs: Eine Live-Platte zum 10-jährigen Jubiläumsauftritt in Wuppertal und das reguläre Studioalbum „Sturm Aufs Paradies“ kamen in die Läden, da freuten sich nicht nur die Fans. Nach einem Jahr Veröffentlichungspause bleiben sie 2013 bei dieser Strategie. Die dritte Auflage ihrer Mittelaltermarktmusik-Reihe „Manufactum“ setzt den erfolgreichen Weg fort: „Manufactum III“ nennt sich das Werk und im August erscheint dann das neue Album „Das schwarze Einmaleins“.

„Manufactum II“ enthielt die viel gespielten, speziell für den akustischen Mittelaltermarkteinsatz komponierten, Songs und bei der neuen Version gibt es wieder ins akustische Gewand gesteckte Songs von u.a. „Sturm Aufs Paradies“ oder extra für das Live-Erlebnis auf dem Mittelaltermarkt komponierte Tracks. Saltatio Mortis treten jedes Jahr auf der von Gisbert Hiller organisierten Mittelalter-Veranstaltungsserie MPS auf und die Saison geht dabei von April bis Oktober, wobei es fast jede Woche auf die Bühne geht.

Der 2012er Auftritt in Hamburg Öjendorf wurde als bestes Konzert ausgewählt und die Atmosphäre des anderthalbstündigen Nachtkonzertes (komplett nur auf der Limited Edition) wird auch auf der CD spürbar. Neben den bekannten launigen Ansagen meist von Lasterbalk, die sehr oft erheitern, trumpfen Saltatio Mortis mit ihrer langjährigen Erfahrung in Publikumsanimation auf: Die Zuschauer werden hörbar angetrieben und zu zahlreichen Gesangs- oder Tanzeinlagen aufgefordert. Das Publikum geht gut mit und so kann man schon nachvollziehen, warum Saltatio Mortis immer mehr Menschen zum Besuch des MPS bewegen. Die Songs werden von Davul, Drehleier, bis zu drei Dudelsäcken, Chapmanstick, Bouzouki und Percussion sowie Schalmei und weiteren altertümlichen Blasinstrumenten getragen und natürlich von der energiereichen Performance des Sängers Alea. Allerdings merkt man, dass die Stimme nicht bearbeitet wurde, denn ab und zu klingen die Töne zwar energisch aber etwas schräg, doch das ist eben authentische Liveatmosphäre.

„Nach Jahr und Tag“, „Wieder unterwegs“, „Salome“, „Fiat Lux“, „Till Eulenspiegel“ und „Der letzte Spielmann“ sind Auszüge der erwähnten Neu-Versionen der Rockwerke, die auch in Akustikform begeistern. Treibende Klänge mit sehr eingängigen Refrains sorgen für gute Stimmung. Die reine Marktmusik repräsentieren „Russe“, „Scylla“ und „Charybdis“. Das englischsprachige „Pirates Life“ sowie der Klassiker „Spielmannsschwur“ komplettieren den vielseitigen Dudelsack-Trommel-Sound, der mit und ohne Gesang mitreißt.

Es bleibt dabei: Die Spielleute von Saltatio Mortis bleiben ihren Wurzeln treu und gewähren einen weiteren Einblick in ihr Marktmusik-Repertoire, welches auch viele Akustik-Tracks inspiriert von ihren Rockalben enthält. Dabei gelingt es ihnen, neue Varianten ihrer Songs zu schaffen und auch die klassischen instrumentalen Stücke nicht zu vergessen. Die Qualität ist überdurchschnittlich und es wäre nicht verwunderlich, wenn auch dieses Live-Werk sogar in die Charts einsteigt, der treuen und zahlreichen Fangemeinde sei Dank.

Anspieltipps:

  • Russe
  • Nach Jahr und Tag
  • Wieder unterwegs
  • Salome

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