Paramore - Paramore - Cover
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Paramore Paramore


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 63 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Paramore balancieren jetzt zwischen Pop-Punk, reinem Radiopop und Rock.

Mit „Riot!“ begann der Hype um die amerikanische Band Paramore so richtig. Dann folgte mit „Brand New Eyes“ und dem Twilight-Soundtrack-Beitrag „Decode“ der Durchbruch. Paramore balancierten dabei gekonnt zwischen Pop-Punk, Emo-und Alternative-Rock. Nachdem die Band schon einige Male diverse Gitarristen ausgetauscht hatte, ging mit den Brüdern Farro, Zac und Josh, letzterer fungierte als einer der Hauptsongwriter zusammen mit Sängerin und Keyboarderin Hayley Williams, eine echte Konstante. Das neue Album scheint also ein Neuanfang, der Gitarrist und Drummer Taylor York komponierte neben Williams jetzt eifrig mit. Als Produzent wurde der Multi-Instrumentalist Justin Meldal-Johnson (Beck, Nine Inch Nails, Garbage) verpflichtet, der mit dem Trio, zu dem auch Bassist Jeremy Davies gehört, siebzehn (!) neue Songs aufnahm.

Nach dem Oper „Fast in my car“ folgt etwas Ratlosigkeit: Recht wenig punkige Rockmusik, aber dafür ganz viel Pop - ist das das neue Konzept? Nein, ein wenig haben die drei Musiker schon an Härte und Wut eingebüßt, doch sie gehören immer noch zur Alternative-Rock-Szene. Das treibende „Now“ oder „Part II“ hätten auch auf der letzten CD gut gepasst. Der vermehrte Einsatz des Keyboards fällt auf, ohne dass diese Tatsache richtig stört. Eher im Gegenteil, denn „Ain't it fun“ würde ohne Keyboard seltsam wirken. Allerdings geraten Paramore dabei einige Male, z.B. bei „Still into you“, in sehr eingängige Popmusikbereiche, welche die Fans der ersten Stunde vielleicht verschrecken könnte.

Die sogenannten Interludes sind dreimal vertreten und zeigen eine ganz andere Seite: In knapp einer Minute gibt die gute Sängerin Hayley Williams entspannte Klänge zum Besten und das nur von einer Ukulele begleitet. Songs wie „Anklebiters“, „Still into you“ oder „Ain't it fun“ geben sich pop-punkig und verbreiten gute Laune, was will man mehr? Es herrscht wirklich viel Abwechslung auf dem Longplayer und so macht musikalischer Fortschritt Sinn.

Der Schlusssong zeigt noch einmal den Reifeprozess der drei: „Future“ beginnt verhalten und steigert sich furios, um kurz auszusetzen und weiter im rockigen Instrumentenspiel zu schwelgen, ein ungewohnt harter Brocken zum Abschluss, der den Neuanfang trefflich ausdrückt. Dennoch müssen sich nicht nur die harten Fans an die vorwiegende neue Fröhlichkeit wohl gewöhnen, aber nach einigen Hördurchläufen geht das durchaus, weil einige Tracks zwar sanft beginnen, aber Tempo zulegen und eine durchdachte und trotzdem unkomplizierte Struktur und eben Qualität besitzen.

Anspieltipps:

  • Ain't it fun
  • Now
  • Last hope
  • Future

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