Christopher Cross - A Night In Paris - Cover
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Christopher Cross A Night In Paris


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 90 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein 80er Jahre Nostalgietrip, aufgezeichnet im vergangenen Jahr in Paris.

Bereits mit seinem im Dezember 1979 auf den Markt gebrachten, selbstbetitelten Debütalbum erreichte der amerikanische Singer/Songwriter Christopher Cross (61) alle Höhen und Ehren der Musikindustrie. Der Longplayer verkaufte sich im Sog der Hitsingles „Ride like the wind“, „All right“ und „Sailing“ über 20 Millionen Mal und staubte bei der Grammy-Verleihung des Jahres 1981 gleich ein halbes Dutzend der begehrte Preise ab. Dieser unfassbare Erfolg ließ sich mit den folgenden drei Werken nicht mehr wiederholen, sodass Christopher Cross nach seinem vierten Soloalbum Ende der 80er Jahre ohne Plattenvertrag dastand.

In den 90er Jahren erschienen lediglich drei Studioalben des Texaners, der erst mit dem 2011er Werk „Doctor Faith“ (04/2011) wieder ein Studioalbum mit neuem Material nach 12 Jahren (!) kompositorischer Abstinenz herausbrachte. Damit ging Christopher Cross auf seine größte Europatournee seit 15 Jahren, die ihn und seine Band im April 2012 in das Pariser Theatre Le Trianon führte, wo das nun vorgelegte CD/DVD-Set live mitgeschnitten wurde.

Wie es sich gehört, beginnen Mr. Cross und seine sechsköpfige Band ihr Programm gleich mit einem der größten Christopher-Cross-Hits aller Zeiten („All right“) und starten damit einen gediegenen 90-minütigen Reigen aus klassischem Easy-Listening- und Soft-Rock-Stoff, bei dem es keinen Unterschied macht, ob die Stücke aus den 80er oder 90er Jahren bzw. vom aktuellen „Doctor Faith“-Album stammen. Das liegt daran, dass der Amerikaner in den vergangenen drei Jahrzehnten einen sehr markanten Sound geschaffen hat, in den zwar phasenweise dezente Jazz-Anleihen einfließen („Walking in Avalon“, „Everything“), in aller Regel aber äußerst relaxt zu Werke gegangen wird, wodurch er eine lockere Lounge-Atmosphäre schafft.

Doch was auf der einen Seite zum Erkennungszeichen von Christopher Cross geworden ist, steht auf der anderen Seite auch als Synonym für ein hoffnungslos in den 80er Jahren verankertes Lebensgefühl, das sich mit zunehmender Spieldauer in extrem seichten Songs wie „Dreamers“, „Spinners“ oder auch „November“ ausdrückt und damit zeigt, weshalb Christopher Cross in seiner Karriere relativ schnell nicht mehr in der Lage war, ein Massenpublikum anzusprechen.

Anspieltipps:

  • Sailing
  • All right
  • Ride like the wind
  • Never be the same
  • When you come home

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