Clutch - Earth Rocker - Cover
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Clutch Earth Rocker


  • Label: Weathermaker Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Clutch liefern mit „Earth Rocker“ die beste Platte ihrer über 20-jährigen Karriere ab.

Es gibt Sachen, die wirken auf den ersten Blick unerklärlich. Während Volbeat mittlerweile im Handumdrehen 15.000 Besucher auf ihre Konzerte locken, spielen Clutch als Vorband von Motörhead, Thin Lizzy oder eben Volbeat, wenn sie nicht selbst in kleine Clubs einladen. Und dabei sind sich die beiden Bands gar nicht so unähnlich, kombinieren sie doch beide Metal, Rock und Blues auf ähnlichem Niveau. Ok, die Songs von Clutch sind weniger kommerziell und gehen eher in Richtung Stoner, wohingegen bei den Dänen die ganze Elvis-Metal-Sache mehr im Vordergrund steht. Von der Qualität ihrer Arbeit her nehmen sie sich allerdings nicht viel, vor allem jetzt, nachdem Clutch mit „Earth Rocker“ die beste Platte ihrer über 20-jährigen Karriere abgeliefert haben.

„Das Album ist total auf den Punkt und darüber freue ich mich sehr. Und es hat wirklich Eier“, so die Worte von Sänger Neil Fallon zum neuen Werk. Besser hätte man es nicht ausdrücken können. Die Zeit im Backstage-Bereich von Motörhead ist nicht spurlos an Clutch vorbeigegangen: „Crucial Velocity“ und „Unto The Breach“ rocken so dermaßen hart, dass die Haare beim Hören förmlich nach hinten wehen. Und wenn dann, wie im Übersong „D.C. Sound Attack!“, mit der Mundharmonika noch eine gehörige Portion Blues dazu kommt, gibt es kein Halten mehr. Was sprach Gitarrist Tim Sult im Interview nochmal zum Thema Härte? „Vielleicht haben die Leute erwartet, dass wir mehr akustische oder bluesige Einflüsse verarbeiten würden, aber dieses Album hat eine ganz klare ‚In die Fresse‘-Attitüde.“ Amen, Bruder.

Dass dieser Grundsatz nicht zwangsläufig etwas mit der Geschwindigkeit der Songs zu tun hat, beweist das herrlich groovende und mit einem Black Sabbath-Gedächtnisriff versehene „The Face“, bevor „Book, Saddle, & Go“ das abermals Wände einreißende letzte Drittel von „Earth Rocker“ einleitet. Vor allem „Cyborg Bette“ ist hier noch hervorzuheben: Mehr Power in Kombination mit einer eingängigen Melodie geht einfach nicht. Und selbst, wenn Clutch die Dampfwalze kurz parken und wie im exakt mittig positionierten „Gone Cold“ den Hörern eine kurze akustische Verschnaufpause gönnen, überzeugen sie immer noch problemlos. Respekt!

Anspieltipps:

  • D.C. Sound Attack!
  • Cyborg Bette
  • Crucial Velocity
  • Unto The Breach
  • Gone Cold
  • The Wolf Man Kindly Requests...

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