Gamma Ray - Master Of Confusion - Cover
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Gamma Ray Master Of Confusion


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 55 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nennen wir es einfach die längste Single des Metals.

Als Appetitanreger für die kommende LP haben die deutschen Power-Metal-Legenden vom Gamma Ray ein weiteres Mal eine EP in petto. Ein Mini-Album zu veröffentlichen, hat sich offenbar bewährt. Bereits 2011 haute man mit „Skeletons And Majesties - The Mini Album“ einen Output raus, welches höchstens für Fans und Sammler interessant gewesen ist. „Master Of Confusion“ folgt der Tradition und befindet sich in der Grauzone zwischen Maxi-CD und Extended Player. Ungehörtes Material gibt es genauso wie solches, welches in seiner Form zu bloßem Special Interest degradiert wird.

Mit zehn Songs und einer Spielzeit von einer knappen Stunde ist die EP relativ üppig ausgefallen. Viel Neues gibt es von den Rays aber nicht. Neben den ordentlichen „Death Or Glory“ (Holocaust-Cover) und „Lost Angels“ (Sweet-Cover) bilden „Empire Of The Undead“ und der Titeltrack als Neukompositionen das Herzstück dieser EP. Ersterer ist schrammeliger Proto-Power mit einem zaghaften Judas Priest-Einschlag und der hibbeligen Attitüde von Gamma Rays früher Schaffensphase (Stichworte: „Money“, „Save Us“) und somit für alte Fans besonders interessant. Der Titeltrack hingegen zeigt die sehr melodische und hymnische Seite der Hamburger. Wer Songs wie „Send Me A Sign“, „Heaven Or Hell“ oder „Real World“ mag, wird sich hier auf Anhieb zu Hause fühlen. Stark! Sollte auch live vorzüglich funktionieren.

Die zweite Hälfte von „Masters Of Confusion“ ist ein sechs Songs umfassendes Live-Dokument, welches eigentlich nur für die eingefleischten Fans von Interesse sein sollte. Wer ein Add-on für den Konzertmitschnitt „Skeletons And Majesties Live“ sucht, wird hier mit weiteren, jedoch bereits in leicht anderer Form veröffentlichten, Versionen von eher stiefmütterlich behandelten Songs fündig. Nur Die-Hard-Fans und Sammler haben hier wirklich Spaß - allen anderen sei bei Interesse besagtes Live-Album empfohlen. Letztendlich muss eh jeder selbst für sich entscheiden, ob die gesamte EP einen Mehrwert bietet. Die Band sagt selbst, dass man diese Scheibe vielleicht „die längste Single des Metals“ nennen kann. Das sollte es vielen Hörern eventuell leichter machen. Wer das kommende Studioalbum aber gar nicht mehr abwarten kann, greift natürlich für einen sehr schlanken Preis trotzdem zu.

Anspieltipps:

  • Empire Of The Undead
  • Master Of Confusion

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