Uncle Lucius - And You Are Me - Cover
Große Ansicht

Uncle Lucius And You Are Me


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 63 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf den Spuren der Black Crowes: Fünf junge Herren aus Austin, Texas.

Mit dem in den USA bereits im August 2012 veröffentlichten „And You Are Me”-Album der Band Uncle Lucius aus Austin, Texas, erscheint über Blue Rose Records erstmals ein Werk des amerikanischen Quintetts ganz offiziell in Europa. Es handelt sich um den mittlerweile dritten Longplayer von Kevin Galloway (Gesang, Gitarre), Hal Vorpahl (Bass), Mike Carpenter (Gitarre, Gesang), Josh Greco (Schlagzeug) und Jon Grossman (Gesang, Keyboards), der in der Blue-Rose-Version um drei Bonus Tracks vom vorherigen „Pick Your Head Up“-Album aufgestockt wurde.

Obwohl das Blue-Rose-Label in erster Linie für Musik aus den Sparten Country, Folk, Blues und Americana steht, werden auch immer wieder Künstler aus dem Roots-Rock-Segment unter Vertrag genommen. In diese Ecke gehören auch Uncle Lucius, die sich im Pressewaschzettel vollmundige Vergleiche mit Bands wie Bad Company, Gov’t Mule, The Doors, The Black Crowes oder auch The Black Keys abholen dürfen. Das ist an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas zu weit hergeholt, aber gerade der Einfluss der frühen Black Crowes scheint doch sehr eindeutig durch das Liedgut der Texaner.

Mit einer kernig agierenden Rhythmussektion („There is no end“), von Studiomusikern beigesteuerten Bläserriffs („Pocket full of misery“), drei sich die Bälle zuspielenden Sängern („Rosalia“), ordentlichem Südstaaten-Flair („Everybody got soul“) und einem Gespür für kitschfreie Balladen („I am you“) können Uncle Lucius in der Tat punkten. Ihr Songmaterial verströmt allerdings nicht dieselbe Sogwirkung, wie es die ersten drei Alben der Black Crowes getan haben. Dazu fehlen dem Quintett noch die Riffs und Melodien, mit denen sich solide bis gute von herausragenden Songs unterscheiden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Das Potenzial dazu ist jedenfalls vorhanden!

Anspieltipps:

  • There is no end
  • Just keep walking
  • All we’ve got is now
  • Pocket full of misery
  • Keep the wolves away

Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „Uncle Lucius“
comments powered by Disqus