Jack Savoretti - Before The Storm - Cover
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Jack Savoretti Before The Storm


  • Label: Fullfill Records/ALIVE
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach dem verspäteten „Harder Than Easy“ kommt „Before The Storm“ etwas schneller. Zum Glück.

Nur schlappe drei Jahre hat es gedauert, bis das 2009er Album „Harder Than Easy“ letztes Jahr auch in Deutschland erschien. Da war Jack Savorettis aktuelles Werk „Before The Storm“ schon beinahe auf dem Markt. Ein gutes Jahr nach dem deutschen Re-Release des letzten Albums bekommen wir Savorettis „neue“ Musik jetzt also schon ein ganzes Stück früher. Immer noch akustisch, aber nicht mehr so auf Tiefgang bedacht, präsentiert sich Savoretti mit ganz viel Musik, die im Ohr hängen bleiben soll.

Wer platte Radiomusik fürchtet, der hat nicht genug Vertrauen in Savoretti. Auch wenn man seine immer noch akustisch dominierte Musik nicht als Folk betiteln kann, hat sich „Before The Storm“ weitestgehend den Charme des Vorgängers erhalten. Das neue Album strahlt viel mehr mit der Fähigkeit, eingängig zu sein, ohne platten Attitüden zu verfallen. „Take Me Home“ allein ist mehr authentischer Ohrwurm, als das, was viele andere Musiker auf die Beine stellen.
Doch Savoretti hält diese Zugänglichkeit fast durchgehend aufrecht. Das gelingt ihm mit höherem Tempo („Breaking The Rules“ und „Vagabond“) genauso gut wie mit schmachtenden Balladen der Marke „Changes“ und dem Titeltrack - da wird das Süßholz geraspelt, ohne Boyband-Gerüche zu verbreiten. Savoretti darf sich in solchen Momenten mehr in einer Liga mit einem gewissen Ray LaMontagne verstehen. „Crazy Fool“ und der treibende Closer „For The Last Time“ machen das Gänsehautquartett komplett.

„Not Worthy“ und „The Proposal“ sind im Gesamtblick die einzigen Stücke, die nicht wirklich heißlaufen wollen. Von diesen beiden Durchschnittstücken abgesehen schafft es der Mann mit den italienischen Wurzeln durchgehend, den richtigen Ton zu finden und Lagerfeuermusik der Oberklasse zu zelebrieren. „Before The Storm“ macht Spaß, fordert dem Hörer nicht zu viel ab und packt ihn mit seinen Melodien genauso effizient wie mit seinen emotionalen Passagen. Wenn Savoretti so weiter macht, dürfen wir fast hoffen, dass es das nächste Album ohne Verspätung nach Deutschland schafft.

Anspieltipps:

  • Take Me Home
  • Vagabond
  • For The Last Time

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