Lil Wayne - I Am Not A Human Being II - Cover
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Lil Wayne I Am Not A Human Being II


  • Label: Cash Money/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 66 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Rapper erzählt uns, was er alles mit seinem kleinen Wayne anstellen kann, wenn ihm die Pussy einer Bitch vor die Flinte kommt.

Relativ überraschend kommt US-Rapper Lil Wayne (30) schon im März 2013 mit seinem zehnten offiziellen Album „I Am Not A Human Being II“ um die Ecke, nachdem der Longplayer eigentlich schon im vierten Quartal 2012 erscheinen sollte, aber dann auf einen unbekannten Termin verschoben wurde. Zwar hat „Tha Carter IV“ (08/2011) inzwischen auch schon wieder 18 Monate auf dem Buckel, doch im beinahe wöchentlichen Mixtape-Veröffentlichungsdschungel kommt es einem so vor, als wären Rap-Superstars wie eben Lil Wayne nie so richtig im Ruhemodus und von der Bildfläche verschwunden. Und so tritt Lil Wayne mit seinen Feature-Gästen wie (u.a.) Soulja Boy, 2Chainz, Nicki Minaj, Drake, Gudda Gudda, Big Sean, Gunplay und Trina zum zweiten Mal an, um zu verkünden „I Am Not A Human Being”.

Schon im Opener „IANAHB“ holt sich das Album seinen „Parental Advisory Explicit Content“-Sticker ab, wenn Lil Wayne dem Hörer in aller Breite erzählt, was er alles mit seinem kleinen Wayne anstellen kann, wenn ihm die Pussy einer Bitch vor die Flinte kommt. Na schön, vermutlich befand sich Herr Wayne bei den Aufnahmen wieder einmal im Drogen- und Hustensaft-Rausch (!). Tatsächlich fasst aber schon dieser Track zusammen, was in der folgenden Stunde auf den Hörer zukommt. Und das ist lyrisch alles andere als neu und schon gar nicht abwechslungsreich: Frauen, Geld, Drogen, Autos, Knarren, Niggas, Alkohol, Beef und Geprahle mit der eigenen Potenz.

Das machen die meisten anderen Rapper auf diesem Planeten zwar auch, doch ist das ein Freibrief dafür, dass auch Lil Wayne diese „Themen“ erneut durchkauen muss? Zumal der 30-Jährige weder inhaltlich („Pussy, Money, Weed, Codeine“) noch Rap-technisch (Auto-Tune-Effekte quellen aus allen Löchern) oder mit den unscheinbaren Gastbeiträgen von z.B. 2Chainz oder Big Sean irgendetwas Elementares hinzufügen kann. So sind echte Höhepunkte wie „Back to you“, „Love me“ oder auch „Gunwalk“ äußerst rar gesät, während sich große („Beat the shit“) und kleine Stinker („Trippy“) die Klinke in die Hand geben. Für einen x-beliebigen Rapper würde dies vermutlich zu einem soliden Werk gereichen. Ein Lil Wayne serviert uns mit so einer Leistung allerdings eine mittelgroße Enttäuschung.

Anspieltipps:

  • Love me
  • Gunwalk
  • Rich as fuck
  • Back to you
  • God bless America

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