Hassliebe - Sklave Der Neuzeit - Cover
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Hassliebe Sklave Der Neuzeit


  • Label: Mucky Pup Music
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwischen Frei.Wild und den Toten Hosen ist auch Platz für Hassliebe.

Nachdem die bayerische Rockband Hassliebe im Februar 2010 mit „Niemandsland“ endlich ihr Debüt auf den Markt brachte (immerhin fünf Jahre nach ihrer Gründung!), dauerte es diesmal nur drei Jahre, bis mit „Sklave der Neuzeit“ der zweite Longplayer fertig wurde. Dabei hätte es durchaus anders ausgehen können, denn mitten in den Aufnahmen zu „Sklave der Neuzeit“ verließ mit Sänger und Bassist Daniel Frisch ein Gründungsmitglied die Band, die sich allerdings schnell um Ersatz bemühte und inzwischen in der Besetzung Matthias Münch (Gesang), Manuel „Kurt“ Gläser (Gitarre), Dany McAuley (Bass), Florian Schack (Drums) und Manuel Schnell (Keyboards) als stattliches Quintett ins Rennen geht.

Trotz allem ist der Verlust eines Sängers ein einschneidendes Ereignis, das sich äußerst markant auf den Gesamtsound einer Band auswirken kann, aber nicht zwingend muss. Hassliebe können den ausgestiegenen Daniel Frisch mit Matthias Münch allerdings sehr gut kompensieren, sodass auch „Sklave der Neuzeit“ mit seiner Mischung aus Punkrock und Heavy Metal wiederum gut ins Ohr geht und eine Fangemeinde zwischen den Toten Hosen („Shit on TV“) und Frei.Wild („Alltagsprogramm“) anspricht.

Wie schon für „Niemandsland“, das sich immerhin mehr als 5.000 Mal verkaufte, wurde auch heuer wieder Jon Caffery (Einstürzende Neubauten, Die Toten Hosen, Jingo De Lunch, Joy Division) als Produzent verpflichtet. Diese Verbindung funktionierte bereits auf „Niemandsland“ ohne Aussetzer und stellt auch auf „Sklave der Neuzeit“ einen Glückstreffer dar. Denn Hassliebe wollen sich nach wie vor nicht auf nur eine Spielart limitieren und reihen einfach rotzfrech Akustikballaden à la Poison („Mut“) neben fette Nu-Metal-Riffs („Krieg im Digitalverkehr“) und auf den ersten Blick etwas seltsam anmutende Indie-Rock-Hymnen mit Lalalalala-Refrain („Die Wolkenmaschine“).

Diese Unbekümmertheit und der gelungene Kompromiss aus Härte und Eingängigkeit machen Hassliebe sympathisch und zu einer Band, die man langfristig im Auge (und im Ohr!) behalten sollte.

Anspieltipps:

  • Mut
  • Deine Zeit
  • Ein-Bild(ung)
  • Die Wolkenmaschine
  • Sklave der Neuzeit

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