Bonobo - The North Borders - Cover
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Bonobo The North Borders


  • Label: Ninja Tune/Rough Trade
  • Laufzeit: 59 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Gradliniger justiert glänzt Simon Green zwischen Ambient, Electronica und weitreichender Instrumentierung.

Der Brite Simon Green verbindet in seiner Musik elektronische Beats mit einer sehnsüchtigen Ausstrahlung und variantenreichen Ambient-Landschaften. Auch organische Instrumente nutzt der als Bonobo agierende Produzent als Stilmittel und konnte sich damit in den letzten Jahren einen beachtlichen Ruf im weiten Feld der Electronic Music sichern. So ist die Spannung groß, wenn nun sein fünftes Album „The North Borders“ die Fortsetzung des vielerorts gelobten, doch mitunter fahrigen „Black Sands“ aus 2010 antritt.

Als Vokalisten mit an Bord sind unter anderem Erykah Badu, mit der er eine gegenseitige musikalische Anziehung teilt, und die aufstrebende Sängerin Szjerdene. Ebenso wie Andreya Triana auf dem letzten Werk gibt er auch ihr genügend Raum für eine sich festsetzende Präsenz.

Im Opener „First Fires“ sorgt jedoch erst einmal das dunkle Timbre von Grey Reverend für einen prächtigen Auftakt, der in der Grundierung vom dichten Groove lebt und dank vereinnahmender Streicher bestens funktioniert. Diese führt auch „Emkay“ mit sich. Ein Song, der mit seinen Dubstep-Rhythmen voran schreitet und nicht zuletzt durch die hölzernen Percussions spannungsgeladen in Ohr und Bein verweilt.

Schon hier wird deutlich, dass „The North Borders“ zupackender als sein Vorgänger agiert, dennoch aber die Details herausputzt. Auch die zuletzt von Pantha Du Prince auf Elements Of Light perfektionierte Verbindung diverser Glockenklänge mit elektronischem Fundament ist mit „Cirrus“ vertreten. Schließlich ist es jedoch der Soul von „Heaven For The Sinner“, der kaum besser mit der spielerischen Instrumentierung harmonieren könnte. Ein gleichermaßen wärmendes wie detailreiches Unterfangen.

Im weiteren Verlauf bauen Lounge-Ausflüge die Atmosphäre aus, lassen aber weniger aufhorchen. Dafür fließt es in seelenvoller Schönheit, hin und wieder mit Breakbeats aufgelockert. Besonders das Doppelpack aus „Don´t Wait“ sowie „Know You“ umkreist direkt die Nervenbahnen und leitet den Hörer über in ein von Szjerdene und Cornelia besungenes Finale vollends ausformulierter Electronica mit großem Detailreichtum, der zum Ende wieder zunimmt. So gelingt Bonobo ein starkes Album aus markanten Akzenten und fließender Zurückhaltung.

Anspieltipps:

  • Emkay
  • Heaven For The Sinner
  • Don´t Wait
  • Know You
  • Transits

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