The Goo Goo Dolls - Magnetic - Cover
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The Goo Goo Dolls Magnetic


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Goo Goo Dolls wissen immer noch, wie man emotionale Rocksongs schreibt.

Mit „Magnetic“ steht das zehnte Studioalbum der Goo Goo Dolls, die hierzulande trotz vereinzelter Hitsingles wie „Iris“ oder „Black Balloon“ nicht denselben Bekanntheitsgrad wie in den heimischen USA genießen, zum Kauf bereit! Dafür holten sich John Rzeznik und Co. mit John Shanks (Bon Jovi, Melissa Etheridge), Gregg Wattenberg (Train) und Greg Wells (Kid Cudi, Mika) ein paar angesagte Top-Produzenten ins Studio.

So überrascht bereits die erste Singleauskopplung „Rebel beat“ mit einem unerwartet aufdringlichen Pop-Beat, der fröhlich und radiotauglich daherkommt und mit seinem Ohrwurmpotenzial an Trains „Hey, soul sister“ erinnert. Das folgende „When the world breaks your heart“ fällt in die erklärte Lieblingskategorie der Band, nämlich Powerballaden, wobei der hohe Streicheranteil einen Tick zu pathetisch wirkt. Das elektronische Abenteuer „More of you“ stellt sich dagegen als Fremdkörper zwischen den erdigen und poppigen Stücken heraus. Ganz klar: Dies ist ein Song, der überhaupt nicht zu den Goo Goo Dolls passt!

Bei „Slow it down“ rocken die Goo Goo Dolls dann endlich einmal wieder und auch „Last hot night“ ist tempogeladene Pop/Rockmusik, die die Goo Goo Dolls mustergültig präsentieren. Einige schwache Tracks wie „More of you“ oder „Come to me“ schmälern den guten Eindruck allerdings auch wieder.

Die von Robby Takac gesungenen Songs - das gradlinig rockende „Bringing on the light“ und das sanfte „Happiest of days“ - gehören in die Kategorie überdurchschnittlich. Trotzdem ist es verwunderlich, dass Robby wie schon auf dem vorangegangenen Album sein heiseres, eher zurückhaltend agierendes Organ gegen die unverwechselbare und energische Stimme John Rzezniks antreten lässt.

Fazit: Im Gegensatz zum Vorgänger „Something For The Rest Of Us“ verabreichen die Amerikaner diesmal einen Tick mehr Rockmusik, wobei sie dabei nie richtig hart klingen. Damit bleiben die Goo Goo Dolls auch nach über 20 Jahren ihrer Linie treu und schaffen auf „Magnetic“ wiederum zart-soliden Soft-Rock, der ins Radio gehört und niemandem wehtut.

Anspieltipps:

  • Bulletproofangel
  • Slow it down
  • Caught in the Storm
  • Last hot night

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