Sodom - Epitome Of Torture - Cover
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Sodom Epitome Of Torture


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Trotz kleiner Experimente bleiben sich die Gelsenkirchener treu.

Nachdem Kreator mit „Phantom Antichrist“ und Destruction mit „Spiritual Genocide“ im Jahre 2012 jeweils beide neue Werke rausgehauen haben, ist es endlich an der Zeit, dass auch die Gelsenkirchener Legende Sodom mit einem brandneuen Thrash-Beitrag nachlegt. Und so verpassen Onkel Tom Angelripper (Gesang, Bass), Bernd „Bernemann“ Kost (Gitarre) und der 2010 neu eingestiegene Schlagwerker Markus „Makka“ Freiwald knapp das Jahr des deutschen Thrash Metals, komplettieren letzten Endes den Release-Zyklus des hiesigen Dreigestirns dann doch. „Epitome Of Torture“ ist der mittlerweile 14. Streich der Thrasher und abgesehen von einigen zaghaften Experimenten auch genau das, was der Fan von der Ruhrpott-Kapelle hören will.

Will heißen: Sodom bleiben Sodom. Punkt. Aus. Basta. Jonglierten Mille und seine Jungs noch jüngst ziemlich stark und offensichtlich mit Elementen des traditionellen Metals und vielen, großen Melodien, bleiben sich ihre Nachbarn mehr oder weniger treu. Dass Kreator doch den einen oder anderen Eindruck hinterlassen haben, bleibt wohl nicht zu überhören und gibt den Essenern im Nachhinein noch den Status eines Vorreiters, was den deutschen Thrash betrifft. Dennoch halten sich Sodom mit arg melodischen Ausflügen ein wenig zurück und geben jenen allenfalls eine dekorative Funktion. Der Opener „My Final Bullet“ und das Schlusslicht „Splitting The Atom“ geben dem kompletten Album einen Rahmen, der trotz der bereits angesprochenen Experimente dieser Band doch ausgesprochen stehen. So ist „My Final Bullet“ ein überaus moderner Thrasher, der mit dem akustischen Anfang sogar ein wenig progressiv wirkt.

„Splitting The Atom“ hingegen stampft mächtig drauflos und mausert sich nach und nach zu einer hymnenhaften Heavy-Metal-Nummer. Und zwischendrin? Zum einen sind da „Invocating The Demons“, „Cannibal“, „Into The Skies Of War“ und „S.O.D.O.M.“, die mit dem typischen Sodom-Bombast beinharte Knüppeler sind. Und zum anderen warten „Stigmatized“, „Shoot Today - Kill Tomorrow“, oder „Katjuscha“ auf den Hörer, die unbarmherzig beweisen, dass Angelripper und seine Kollegen definitiv immer noch das härteste Drittel der deutschen Genrehelden-Liga darstellen. Fans wollten es nicht anders. Und sie werden auch nicht enttäuscht!

Ein durch und durch klassisches Album von Sodom ist „Epitome Of Torture“ zwar keinesfalls geworden, aber wer erwartet bitteschön noch Überwerke wie „Agent Orange“ (1989)? Das was „Epitome Of Torture“ schließlich macht, macht es auch richtig. Das Trio präsentiert sich wirklich abwechslungsreich! Sodom finden einen mehr als gesunden Mittelweg zwischen ihrer ureigenen Härte und Melodien, die einfach zum Gesamtbild passen. Nach dem eher moderaten „The Final Sign Of Evil“ (2007) und dem wieder richtig guten „In War And Pieces“ (2010) peilen die Slayer aus Gelsenkirchen deshalb wieder und auch weiterhin genau die vernünftige Richtung an. Denn wenn es jedenfalls so weiter geht, werden Tom Angelripper und Co in Würde altern und bis zum Schluss überzeugendes Material abliefern! Fans der Band und des Genres im Allgemeinen machen wie (fast) immer nichts falsch!

Anspieltipps:

  • S.O.D.O.M.
  • Stigmatized
  • Cannibal
  • Katjuscha
  • Splitting The Atom

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