Todd Thibaud - Waterfall - Cover
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Todd Thibaud Waterfall


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Alles so wie immer. Und das ist auch gut so.

Todd Thibaud gehört seit den 90er Jahren zu den Aushängeschildern des deutschen Indie-Labels Blue Rose Records. Er kann auf einen prall gefüllten Back Katalog zurückblicken, der ihn als einen verlässlichen und praktisch allgegenwärtigen Künstler ausweist. Doch würde der amerikanische Singer/Songwriter nicht alle Nase lang ein neues Live-Album auf den Markt werfen, sich an diversen Kollaborationen beteiligen und damit nicht ständig irgendwie und irgendwo auf Tournee sein, würde deutlich werden, dass sich die Anzahl reiner Studioalben und deren Veröffentlichungsabstände in den Nullerjahren auf dramatische Weise verändert haben.

Inzwischen bedient sich Todd Thibaud der Crowd Funding Plattform Pledge Music, um seine Studioalben öffentlich vorfinanzieren zu lassen. Und wenn man einmal schaut, welch bekannte Namen sich dort Woche für Woche um vorgestrecktes Geld für Album- und DVD-Aufnahmen oder für Tourneen bemühen, dann kann man zwangsläufig nur zu dem Schluss kommen, dass sich das Musik Business unaufhaltsam verändert hat.

Mehr als vier Jahre nach „Broken“ (01/2009), seinem bis dato letzten Studioalbum, legt Todd Thibaud mit „Waterfall“ nun also sein neues, über Pledge Music finanziertes Werk vor, das sich in der Thibaud-üblichen Schnittmenge aus Rock, Folk, Country und Blues bewegt und nach dem etwas introvertierten „Broken“ wieder einen Zahn zulegt. Mit einem Dutzend zumeist erdigen Rocksongs im stilistischen Fahrwasser von Tom Petty, John Hiatt, Bruce Springsteen, Jakob Dylan und John Mellencamp spielte der in Boston lebende Todd Thibaud einen spritzigen Longplayer ein, der auf Anhieb ins Ohr geht, allerdings ohne sich zwangsläufig darin zu verewigen.

Das macht am Ende wohl auch den Unterschied aus, warum ein Todd Thibaud nach immerhin 20 Karrierejahren auf die Finanzierung einer Crowd Funding Plattform im Internet angewiesen ist. Denn fallen Album-Reviews erst einmal mit dem Fazit „Alles so wie immer. Und das ist auch gut so.“ aus, dann hat man als Künstler entweder schon längst den großen Durchbruch gehabt oder wird ihn nie erleben.

Anspieltipps:

  • Hollow
  • Not for me
  • Change a thing
  • What may come

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