Pohlmann - Nix Ohne Grund - Cover
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Pohlmann Nix Ohne Grund


  • Label: Four Music/Sony Music
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ingo Pohlmann überzeugt mit persönlichen Worten und guter Musik.

Der Songwriter Ingo Pohlmann tauchte vor sieben Jahren mit dem Sommerhit „Wenn jetzt Sommer wär“ auf und ist seitdem gut im Musikgeschäft. Mit „Nix Ohne Grund“ hat der 40-Jährige inzwischen sein viertes Studioalbum fertig gestellt, auf dem er sich in allen wesentlichen Belangen treu bleibt. Zusammen mit seiner gewohnten Live-Band komponierte er elf neue Songs, die mit authentischen und ehrlichen Texten sowie guter handgemachter Musik aufwarten.

Diesmal klingt Pohlmann ein wenig elektronischer und im Vergleich zu den früheren Alben werden seltener englische Textzeilen eingebaut („Single in the Rain“ und „Starwars“). Hier liegt auch zugleich Pohlmanns Hauptaugenmerk. Der Sänger und Songschreiber fokussiert sich in seinen Texten zumeist auf selbstkritische, emotionale und gesellschaftskritische Inhalte und erinnert dabei stimmlich ein wenig an den Rock-Barden Stefan Stoppok. Kurzum: Diese musikalische Vielfalt gefällt!

Die elektronischen Elemente, die ganz besonders im Stück „Fenster zur Welt“ herausragen, sind gelungene neue Facetten, auch wenn freilich weiterhin die gewohnt sanfte Songwriter-Musik Pohlmanns im Vordergrund steht. Doch durch die Verknüpfung von neuen und alten Stilmitteln wird „Nix Ohne Grund“ zu keiner Zeit langweilig. Die ausdrucksstarke Stimme und die melancholischen Lebensbetrachtungen nehmen den Hörer schnell gefangen, wie es sich zum Beispiel in der gefühlvollen Ballade „Schreib mir“, im gitarrenlastigen Track „Von weit weit her“ oder auch im bluesigen „Roy Batty“ schön heraushören lässt.

Fazit: Ingo Pohlmann und Band transportieren gekonnt Weltschmerz und persönliche Ängste, ohne depressiv zu klingen, da immer ein wenig Hoffnung in den Texten mitschwingt. Diese Botschaften werden in abwechslungsreichen und vielschichtigen Arrangements gekonnt verpackt und zu Pohlmanns ureigenem künstlerischen Markenzeichen erhoben.

Anspieltipps:

  • Köder oder fang
  • Starwars
  • Schreib mir
  • Von Weit Weit her

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