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Soundtrack Spring Breakers


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 70 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Alkohol, Drogen, Sex und Gewalt im Hollywood-Stil.

Wenn in den USA an Schulen, Colleges und Universitäten Frühlingsferien sind („Spring Break“), treffen sich Jahr für Jahr ca. eine Million Jugendliche an warmen Orten wie Fort Lauderdale und Daytona Beach in Florida, um so richtig die Party-Sau rauszulassen. Drogen, Sex, Alkohol und jede Menge Radau sind dabei wie selbstverständlich an der Tagesordnung. Und das ausgerechnet im prüden Amerika, wo Nacktheit schlimmer als das öffentliche Tragen einer Waffe angesehen wird. Aber sei’s drum. So oder so ist das Thema „Spring Break“ schon längst für einen großen Hollywoodfilm fällig gewesen, den uns jetzt der mit skandalträchtigen Filmen wie „Kids“, „Gummo“ und „Ken Park“ berühmt gewordene Drehbuchautor und Regisseur Harmony Korine (40) präsentiert.

Die Hauptrollen in „Spring Breakers“ stellen die vier College-Freundinnen Brit, Faith, Candy und Cotty dar, die sich ihre Floridareise mit einem Überfall finanzieren und vor Ort einen wahren Exzess aus Alkohol, Drogen, Sex und Gewalt erleben. Gespielt werden die vier Partygirls von einigen der heißesten Jungschauspielerinnen Hollywoods: Selena Gomez (20), Vanessa Hudgens (24), Ashley Benson (23) und Rachel Korine (26), die in dem surrealen Party-Drama natürlich auch einen Soundtrack als Grundlage benötigen, der die Zerrissenheit aus hemmungslosem Feiern und exzessiver Gewalt einigermaßen einzufangen in der Lage ist.

Dafür haben sich in erster Linie der Soundtrack-Komponist Cliff Martinez und der DJ Skrillex (alias Sonny John Moore) zusammengetan, die das Grundgerüst von „Spring Breakers“ mit düster-elektronischen Klanglandschaften („Rise and shine little bitch“, „Park smoke“) und fetter Partymucke („Scary monsters and nice sprites“, „Goin‘ in“) stellen. Dazu kommen u.a. Tracks von Rapper Gucci Mane (der in „Spring Breakers“ als Gangster zu sehen ist), Popstar Ellie Goulding, Meek Mill, Birdy Nam Nam, Rick Ross und Waka Flocka Flame.

Stilistisch spielt sich das musikalische Geschehen neben einigen Score-Elementen von Cliff Martinez („Scary monsters on strings“) überwiegend in den Bereichen Electro, Ambient und HipHop ab, wodurch der verstörende Trip der vier Mädchen tatsächlich apodiktisch eingefangen wird, auch wenn die großen musikalischen Aha-Effekte auf diesem Soundtrack freilich fehlen.

Anspieltipps:

  • Lights
  • Big bank
  • Rise and shine little bitch
  • Scary monsters on strings
  • Scary monsters and nice sprites

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