The Black Angels - Indigo Meadow - Cover
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The Black Angels Indigo Meadow


  • Label: Blue Horizon/SOULFOOD
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Fuzzender, riffender und orgelnder Psychedelic Rock aus Texas.

Aus Austin, Texas, kommen The Black Angels, eine Psychedelic-Rock-Band, die nicht nur des Namens wegen mit The Velvet Underground („The Black Angel’s Death Song“) verbunden ist. Deren Stoizismus hallt im Sound der Black Angels wider, ansonsten können auch The 13th Floor Elevators, Black Rebel Motorcycle Club, Spacemen 3, Black Mountain und The Warlocks als Einflüsse geltend gemacht werden. Dabei klingen sie keineswegs im Verhältnis eins zu eins nach den genannten Interpreten, vielmehr wie deren Schnittmenge. Im Jahre 2004 gegründet, veröffentlichten sie 2006 ihr Debüt „Passover“, ein schwergewichtiges Psychedelic-Rock-Monster mit geradezu hypnotischen Songs, die ihre Fortsetzung auf „Directions To See A Ghost“ (2008) erfuhren. 2010 erschien „Phosphene Dream“ und nun liegt das aktuelle „Indigo Meadow“ vor.

Es fällt auf, dass sich The Black Angels dieses Mal ein wenig vom schwergewichtig dröhnenden Rock entfernen und etwas songdienlicher daherkommen als auf den vorangegangenen Alben. Dabei rückt die Orgel (Christian Bland, Alex Maas) mehr in den Vordergrund, die einen Touch The Doors-Ästhetik mit einbringt und bisweilen den Sound marginal in Richtung Sixties-Garage-Beat („Broken Soldier“) verschiebt. Zudem klingen die Texaner entspannter, ohne dabei gleich wie die seelenverwandten Allah-Las zu klingen.

Die pochenden, stoischen, hin und wieder aufwirbelnden Drums bedient nach wie vor Stephanie Bailey, den Bass lässt Kyle Hunt rumoren. Die psychedelisch riffenden und fuzzenden Gitarren spielt Christian Bland und der singende Multiinstrumenatlist Alex Maas nölt und quengelt mit seiner ganzen zur Verfügung stehenden Coolness ins Mikrofon. Zeitweise beleben sie The 13th Floor Elevators („Twisted Light“) wieder oder schwelgen in psychedelischer Doors-Romantik wie bei „Holland“ oder lassen die Stromgitarren in Byrds-Manier („Love Me Forever“) janglen.

Insgesamt gesehen drehen The Black Angels an ihrem Psychedelic-Rock-Rad nur wenige Zentimeter, verschaffen sich damit jedoch die nötige Luft in diesem recht engen Genre und lassen so echtes Songwriting ins atmosphärische Konzept einziehen.

Anspieltipps:

  • Don’t Play With Guns
  • Love Me Forever
  • Broken Soldier
  • Twisted Light

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