Bleached - Ride Your Heart - Cover
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Bleached Ride Your Heart


  • Label: Dead Oceans/CARGO
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Da ist sie! Die Punk-Pop-Nachhilfe für unsere verlorene Kate Nash.

Romantik und Rotzgören-Charme sollten auf Kate Nashs neuestem Werk „Girl Talk“ den Unterschied zu all den anderen süßen Versuchungen der weiblichen Pop-Szene machen. Taten sie aber nicht. Der Grund dafür ist schlichtweg, dass Nash noch kein Gespür für die richtige Mischung hat. Das möchte man kaum glauben, wenn Punk-Pop letztlich nicht mehr als ein paar Akkorde stringenter Musik sein sollte. Aber wenn es so einfach wäre, dann gäbe es mehr davon.

Die Clavin-Schwestern schaffen es unter dem Namen Bleached locker und leicht, den richtigen Ton zu finden. Schnell zu vergessen - weil einfach und kurz - sind eingängige Rocker wie das eröffnende „Looking For A Fight“ und „Next Stop“. Hallender Gesang, der den nötigen Garage-Faktor hervorruft und unverschämt einfach gestrickte Kombinationen aus Bass und Schlagzeug, tragen durch den Musik-Highway namens „Ride Your Heart“.

Ohne jemals ihre Simplizität zu verraten, nutzen die Schwestern diese Strukturen aber auch für langsamere Tracks, die sich problemlos auf Indie-Partys einschleichen können. „Outta My Mind“ und „Dead In The Head“ zeigen, dass die Clavins nicht nur leicht verdaulich treibende Stücke spielen. Die großen Melodien verstecken sich ebenfalls auf diesem Album und gehen höchstens aufgrund der so einfachen Herangehensweise verloren.

Das Wichtigste dürfte Bleached sein, dass sie die Massen zum Tanzen bringen. Da wird es sie selbst wohl kaum stören, dass ab der zweiten Hälfte die schnellen Nummern wie „Love Spells“ und „Searching Through The Past“ außer Tanzbarkeit jeglicher Qualitäten entbehren. Allein „Dead Boy“ kann seiner Einfachheit einen gewissen Charme hinzufügen, der auch den Anfang über dem Mittelmaß gehalten hat. Dank hinreichender Ausflüge ins Pop-Gefilde, schaffen die Schwestern aber genug Abwechslung, um nicht die Langeweile zum Zug kommen zu lassen.

Anspieltipps:

  • Looking For A Fight
  • Dead In The Head
  • Outta My Mind

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