WolveSpirit - Dreamcatcher - Cover
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WolveSpirit Dreamcatcher


  • Label: Spirit Stone Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein psychedelischer Trip in die 60er und 70er Jahre - made in Würzburg.

Die aus Würzburg stammenden Rio Eberlein (Gitarre), Oliver Eberlein (Hammond Orgel), Andreas Hoffmann (Bass) und Moritz Müller (Schlagzeug, inzwischen ersetzt durch Yannik Langer) sowie ihre amerikanische Sängerin Debbie Koye stellen das Line-up der Band WolveSpirit, die in diesen Tagen mit ihrem zwischen November 2011 und Oktober 2012 geschriebenen und eingespielten Longplayer „Dreamcatcher“ an den Start geht.

Das Quintett frönt in den zehn Tracks psychedelisch angehauchten Rockklängen im Stil der 60er und 70er Jahre. Dabei vermischen WolveSpirit den Sound von Bands wie Deep Purple, Pink Floyd, Cream oder auch Black Sabbath mit dem Gesang der scheinbar in Debbie Koye wiederauferstandenen Janis Joplin zu einer hochexplosiven Heavy-Rock’n’Roll-Sause, die wunderbar schmutzig und rau aus den Boxen tönt. Für den nötigen Druck sorgte dabei der vor 30 Jahren nach Los Angeles, USA, ausgewanderte deutsche Produzent und Toningenieur Michael Wagener (u.a. Skid Row, Ozzy Osbourne, Accept, Mötley Crüe, Extreme, Lordi), der die Songs in den Wireworld Studios in Nashville abgemischt hat.

Hört man sich das WolveSpirit-Album in seiner Gänze an, wird sehr schnell deutlich, dass die Band ein gutes Gespür für amtliche Retroklänge besitzt. Sie setzt treffsicher drückende Bässe und mächtige Gitarrenriffs ein, die sich genüsslich auf dem im Raum schwebenden Hammond-Orgel-Unterbau von Oliver Eberlein suhlen. Dabei bekommt die Band immer rechtzeitig die Kurve, wenn es eine Spur zu progressiv zur Sache zu gehen scheint oder die Länge der Songs etwas zu sehr ausarten könnte. Damit erhält sich „Dreamcatcher“ einen hohen Energielevel, lässt keine Spur von Langeweile oder den Verdacht von Abkupferei aufkommen.

Die lange Vorbereitungszeit (das erste Treffen zwischen den beiden Eberlein-Brüdern und Sängerin Debbie datiert auf Sommer 2009) hat sich also mehr als gelohnt. Denn dieses knackige Album sticht in allen Belangen aus der breiten Masse hervor und darf in der Tat ein wenig abgefeiert werden.

Anspieltipps:

  • Crossroads
  • Gipsy queen
  • Holy smoke
  • Dreamcatcher

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