The Rumour Said Fire - Dead Ends - Cover
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The Rumour Said Fire Dead Ends


  • Label: Believe Digital/INDIGO
  • Laufzeit: 49 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ganz so schlimm wie der Titel es vermuten lässt, ist es dann doch noch nicht...

Der zweite Teil von „The Arrogant“ ist draußen. Huzzah! Als hätte das Quartett aus Dänemark gewusst worauf es sich mit diesem Ansatz einlässt, passt der Titel „Dead Ends“ wie die Faust aufs Auge. Nun muss man wissen, dass „The Arrogant“ ursprünglich bereits 2010 erschien. Trotzdem klingt „Dead Ends“ wie eine direkte Fortsetzung und lässt nur wenig Entwicklung zu. Selbst wenn neuartige Elemente auszumachen sind, wird alles durch den verwaschenen Hall-Ansatz zunichte gemacht. Was bei Arcade Fire funktioniert, funktioniert nicht automatisch bei jedem.

Durchgängig muss uns das Album daran erinnern, wie Musik zu Hochzeiten von The Cure geklungen hat. Die Instrumente verschwimmen im Hintergrund und klingen oftmals nach melodischem Brei. Aber wie angenehm Brei auch klingen mag, bleibt es am Ende doch immer Brei. Die Band lässt nur sekundenlang die Hoffnung zu, dass Tracks wie „Voyager“ einen anderen Ansatz eröffnen. So bleibt es dabei, dass die Lieder alle ein wenig am Hörer vorbeirauschen, weil schnell alles gleich klingt.

Das mag unfair erscheinen, wenn man bedenkt, dass sich in den meisten Liedern wirklich gute Momente verbergen. „Moon Stream“ könnte mit mehr Klarheit zusammen mit „Voyager“ die Indie-Partys dominieren. Durch das Soundgewirr lassen sich Unterschiede erst ausmachen, wenn tatsächlich andere Stile und Rhythmen angegangen werden, was selten passiert („Séance“ und „Beneath The Waves“). Die Musik auf „Dead Ends“ ist viel mehr mit sich selbst beschäftigt, um wirklich zum Hörer durchzudringen. Dabei werden durchgängig gute Liedansätze in ihrer Gesamtheit ins Mittelmaß zurückgestuft.

Auf dem letzten Album wollte man noch die Hoffnung geltend machen, dass The Rumour Said Fire einen besseren Zugang zu ihren eigenen Liedern finden. Das ist nicht passiert und die Band tritt weiterhin lieber auf der Stelle. Sie haben schließlich erreicht, wovon viele nur träumen können und es findet sich genug Absatzmarkt für eine Band, die schmerzlich offensichtlich so viel besser sein könnte.

Anspieltipps:

  • Dead Leaves
  • Moon Stream
  • Beneath The Waves

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