James Blake - Overgrown - Cover
Große Ansicht

James Blake Overgrown


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Gespenstische Klanglandschaften im Dubstep-Mäntelchen.

Mit seinen drei EP-Veröffentlichungen im Laufe des Jahres 2010 sowie seinem Anfang 2011 auf den Markt gebrachten Debütalbum, zählte James Blake (24) in den vergangenen Jahren zu den am heißesten gehandelten Newcomern der britischen Musikszene. Mit seinen im Dubstep verankerten Songs gehörte der Londoner zu den Trendsettern einer wieder in Mode gekommenen Stilart, ohne dass James Blake mit seiner Musik auf den Massenmarkt schielte. Dazu waren seine Songs am Ende des Tages zu verschachtelt, experimentell und düster. Nichtsdestotrotz verkaufte sich „James Blake“ (02/2011) mehr als 400.000 Mal und wurde für den Mercury Music Price nominiert.

Inzwischen liegt Blakes Debüt-Longplayer mehr als zwei Jahre zurück und der Dubstep findet vor allem als Ergänzungssound in R&B- und HipHop-Kreisen noch immer statt. Das macht es für den 24-Jährigen natürlich leichter, Gehör für seine nach wie vor leicht gespenstischen Klanglandschaften zu finden, die mit zumeist minimalem Beat-Einsatz, tiefen Bässen, Club-tauglichen Synthieflächen und einem mit viel Hall aufgenommenen Gesang zwischen Antony And The Johnsons und Sigur Rós gepaart werden.

Es fällt auf, dass „Overgrown“ in Sachen Rhythmik gewagtere Wege einschlägt und streckenweise richtiggehend entfesselt aus den Boxen scheppert („Voyeur“). Dazu passt auch der Gastpart von Rapper RZA in „Take a fall for me“, der den Track ganz automatisch in die HipHop-Richtung transportiert. Allerdings behält Mr. Blake immer die Oberhand und verlässt sein abgestecktes Terrain nur selten. Dabei kristallisieren sich aus den verwobenen Elektro-Klanglandschaften ab und an richtige Instrumente wie eine Akustikgitarre in „Digital lion“ oder ein Piano in „Our love comes back“ und „DLM“ heraus.

Doch die eigentliche Basis von „Overgrown“ stellen auch heuer elektronisch-trippige Beat-Wölkchen dar, die von James Blakes charismatischem Gesang und einer reizvollen Düster-Atmosphäre zusammengehalten werden und damit auch zwei Jahre nach dem großen Hype eine gewisse Relevanz vorweisen können.

Anspieltipps:

  • I am sold
  • Digital lion
  • To the last
  • Take a fall for me

Neue Kritiken im Genre „Pop“
6.5/10

Ge Bitte!
  • 2018    
Diskutiere über „James Blake“
comments powered by Disqus