Anika - Anika EP - Cover
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Anika Anika EP


  • Label: Stones Throw/Groove Attack
  • Laufzeit: 20 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Geoff Barrow suhlt sich weiter in Avantgarde-Regionen und trifft posthum auf Nico.

Die in Berlin lebende Anika verdingt sich als Journalistin und Musik-Promoterin, hat aber mit Geoff Barrow (Beak>) einen Partner gefunden, der sie ihrer eigenen musikalischen Vision näherbrachte. Ursprünglich als Stimme für das Krautrock-Projekt des Portishead-Masterminds gedacht, kristallisierte sich nach und nach das schlicht „Anika“ betitelte Debütalbum heraus, welches 2010 erschien. Nun folgt als Nachschlag die ebenso selbstbetitelte EP mit Coverversionen und Dub-Modifikationen der zwei Singles.

Den Auftakt macht der The Kinks-Klassiker „I Go To Sleep“, der karg instrumentiert eine unheimliche Atmosphäre ausstrahlt und mit Ähnlichkeiten zum psychedelisch wabernden Sound von Beak> nicht geizt. So setzen sich minimalistische Beats weiter fort, erweitert um abstrahierte Synthesizer, Gitarren und leichte Noise-Elemente, die auch den vor allem durch Nirvana bekannt gewordenen Titel „Love Buzz“ der niederländischen Formation Shocking Blue dunkel groovend durchziehen.

Highlights gibt es keine, dafür eine sich konsequent im Lofi-Charme bewegende Klangkunst abstrakter Brüche und verstörender Pop-Fragmente. Anikas Stimme passt zwar in ihrer unterkühlten Form sehr gut zum schwermütigen Sound, doch eigene Akzente sind ihr nicht vergönnt. Viel mehr tönt das Ganze als Ergänzung zum Kosmos von Beak> samt Verbeugung vor Nico und ihrer Zeit bei The Velvet Underground.

Anspieltipps:

  • I Go To Sleep
  • Love Buzz
  • In The City

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