Love A - Irgendwie - Cover
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Love A Irgendwie


  • Label: Rookie Records/CARGO
  • Laufzeit: 38 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Für Liebhaber des gepflegten Gefühls-Punks eine richtig großartige Platte.

Love A spielen den bereits vom Debüt bekannten Hybriden aus Punk, Indie, NDW und Pop, und verzerren nach wie vor ungern, also nicht. Der kleinen, aber rasant wachsenden Fanschar angemessen, ist „Irgendwie“ noch besser, zwingender und fokussierter.

Warum ist diese Band eigentlich so viel hübscher als etliche andere gleicher Bauart? Nun, zum einen schreiben Love A teilweise ganz besonders perfekte Songs, diesmal allen voran „Windmühlen“: Das hier ist die ultimative Definition der Kombination der besten Elemente aus frühen Cure, Smiths, etwas Hamburg und Deutschpunk. Ein Text mit und ohne Klischees, je nachdem, wie es beliebt. Und in jedem Falle jede Zeile so, wie sie gehört. Zum anderen ist die Band einfach eine Gang - die gehetzte Stimme ist wie für diese Gitarre gemacht, gesucht und gefunden. Und die meist minimalistischen Arrangements von Bass und Schlagzeug bilden dazu den fruchtbaren Boden. Man höre nur das tolle Wechselspiel von melodischer Strophe und abgehendem Refrain in „Zaunmüllerei“!

Zu schön sind einige textliche Ideen, um sie nicht noch anzusprechen: Wie super ist bitte alleine der Refrain von „Horstmannscher Hass“ („So findet jeder Horst am Ende seine Tanja“)? Oder die bemitleidenswerten bürgerlichen Geschichten von Campino (Die Toten Hosen), Falco und Roy Black in „Der Tausendste Affe“? Freilich sind nicht alle Stücke brillant geraten, doch hat jedes für sich seinen Platz auf „Irgendwie“ verdient. Den durch Stil, Freundschaft und Gastauftritt Jan Windmeiers auf „Valentinstag (In Husum)“ naheliegenden Vergleich zur just erschienen neuen Turbostaat-Platte Stadt der Angst entscheidet das Album von daher deutlich für sich. Fans des Genres dürfen also gerne noch einen oder zwei Punkte zur Wertung addieren.

Anspieltipps:

  • Windmühlen
  • Zaunmüllerei
  • Horstmannscher Hass

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