Drive Like Maria - Drive Like Maria - Cover
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Drive Like Maria Drive Like Maria


  • Label: Popup Records/CARGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Handwerklich gekonnter Stoner-Rock, leider zu gleichförmig produziert und überwiegend konturlose Songs.

Drive Like Maria sind eine niederländisch-belgische Formation, die sich dem Stoner-Rock verschrieben und 2009 ihr Debütalbum „Elmwood“ veröffentlicht hat. An vorderster Front steht Sänger und Gitarrist Bjorn Awouters, daneben Nitzan Hoffmann mit seiner Gitarre und am Bass Robin van Saaze. Neu bei Drive Like Maria ist der Schlagzeuger Bram van den Berg. Aufgenommen wurde das neue Album in Italien, wo sie selbst für die Produktion sorgten. Wobei das Ganze zwar sehr klar und sauber produziert wurde, jedoch mit einer Gleichförmigkeit, deren Brechung leider etwas bemüht klingt.

Die Vorbilder wie Queens Of The Stone Age, ZZ Top, Led Zeppelin etc. schimmern zwar durch, deren Niveau jedoch, jagen Drive Like Maria vergeblich hinterher. Dabei hat die Viererbande handwerklich einiges drauf und so mancher Song kommt auch mit guter Hookline, Spannung und Dynamik daher. Das eigene Gesicht indes, lassen sie vermissen. Wahrscheinlich sind Drive Like Maria eine dieser Bands, die auf Festivals abräumen, also die Zuschauer zum Abhotten, Headbangen und Mitsingen verführen. Via Konserve will der Funke jedoch nicht so recht überspringen, obwohl hin und wieder die Leidenschaft in ihrem Spiel aufblitzt wie bspw. auf „Boomerang“. Auch die semi-akustische Ballade „On The Road“ bringt etwas Farbe und Abwechslung ins Spiel. Streicher sorgen für eine entsprechende Dramatik und heben den Song über das Gleichmaß hinaus.

Auch ein Titel wie „Howl“ gewinnt durch eine weibliche Stimme hinzu. Hin und wieder strapazieren und überziehen sie etwas den überbordenden Pop-Bombast von U2 und Coldplay wie z.B. auf „Settling Down“. Auch die Bemühung, etwas melodischen Indie-Folk-Rock unterzumischen, erzielt nur ein mittelmäßiges Ergebnis, wie „Woke Up Hard“ zeigt. Am Ende versöhnen sie ein wenig mit dem Wurlitzer-Piano-Song „Bury My Heart In The Desert“, der gefühlvoll und mit Chorstimmen intoniert wird. Insgesamt betrachtet hat das Album aber zu wenig Substanz. Was der Band fehlt? Ein eigenes Gesicht, Konturen, die sie von anderen abheben. Ihr Handwerk verstehen sie und vielleicht vermag ein guter Produzent in Zukunft noch einiges an Individualität heraus zu kitzeln. Wir werden sehen.

Anspieltipps:

  • Howl
  • Boomerang
  • On The Road
  • Bury My Heart In The Desert

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