PTTRNS - Body Pressure - Cover
Große Ansicht

PTTRNS Body Pressure


  • Label: Altin Village/CARGO
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Kölner Quartett zieht weiter seine Kreise auf experimenteller Basis, um doch vor allem und in bestem Sinne intelligenten Pop zu zelebrieren.

Zu ihrem 2010 veröffentlichten Debüt „Science Pinata“ bestanden PTTRNS noch aus drei Leuten (Benjamin Riedl, Daniel Mertens, Patrick Hohlweck), doch ihr Konzertkonzept unter dem Motto „everyone plays everything“ lud zu einem kreativen Miteinander ein. So dauerte es nicht lang, bis der Percussionist, Schlagzeuger und Tänzer Hendrik Frese als viertes Bandmitglied dazu stieß. Es verdichtete sich in den Jahren bis zum nun vorliegenden Zweitwerk „Body Pressure“ eine überaus intelligente Mischung aus Tanzbarkeit und artifiziellem Charme, der sich besonders aus der vollendeten Melange digitaler und analoger Klänge rekrutiert.

Dazu gesellen sich hinterfragende Textzeilen im Spannungsfeld von sexueller Selbstbestimmung und der Ausdrucksform dieser. Zugegeben, es steht die dringliche, direkte Tanzbarkeit im Vordergrund. Die Rhythmik ist prägnant und analog perkussiv wie digital groovend eine höchst zwingende Angelegenheit, wodurch die interessanten Lyrics zwangsläufig an Strahlkraft verlieren. Eine separate Beschäftigung mit den Texten wird so zu einer nicht notwendigen, doch belebenden weiteren Komponente von „Body Pressure“.

Allein wie sich das im Soul badende „True Journalism“ durch verschiedene Schichten an Percussions hangelt und trotz der avantgardistischen Ausrichtung immer nachvollziehbar im Pop verweilt, ist ein wahres Statement für den Ist-Zustand der PTTRNS. Andere Songs, wie „Dialed In“ (hier im Video) und vor allem das direkt folgende „Strong Talk“ sowie „Resonate“ zeigen die hitverdächtige Wandelbarkeit der Kölner Formation, welche experimentell zu Werke geht und sich zum Glück nicht hinter einer verkopften Attitüde versteckt, denn gerade das Melodie-Verständnis ist so wesentlich wie euphorisierend. Sei es im Club oder in den eigenen vier Wänden.

Anspieltipps:

  • Dialed In
  • Strong Talk
  • Resonate
  • True Journalism

Neue Kritiken im Genre „Electro-Pop“
Diskutiere über „PTTRNS“
comments powered by Disqus