Christina Stürmer - Ich Hör Auf Mein Herz - Cover
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Christina Stürmer Ich Hör Auf Mein Herz


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Christina Stürmer ist nach drei Jahren mit einer neuen Platte zurück.

In der schier unüberschaubaren Riege der TV-Casting-Show-Teilnehmer nimmt die Österreicherin Christina Stürmer (30) eine Sonderrolle ein. Sie belegte im Jahr 2002 in der ersten Staffel der inzwischen eingestellten ORF-Show „Starmania“ lediglich den zweiten Platz, wurde aber mit bis dato mehr als 1,5 Millionen verkauften Tonträgern deutlich erfolgreicher als alle anderen Teilnehmer dieser und der nachfolgenden Staffeln (den ersten Gewinner Michael Tschuggnall kennt außerhalb Österreichs beispielsweise keine Sau).

Mittlerweile kann Christina Stürmer auf eine zehnjährige Karriere mit einer stattlichen Liste an Album-, Single- und DVD-Veröffentlichungen zurückblicken und sich größter Popstar Österreichs seit Falco nennen. Da ist es nur normal, dass sich die Sängerin nach dem 2010er Album „Nahaufnahme“ eine kleine Auszeit gönnte – die erste richtige nach ihrem Debütalbum „Freier Fall“ aus dem Jahr 2003. Dazu gehörte auch, sich für die Aufnahmen des neuen Longplayers, „Ich hör auf mein Herz“, einfach etwas länger Zeit zu lassen und sich ausgiebiger, in Ruhe und ohne Druck vorzubereiten. Die neuen Songs entstanden zusammen mit bekannten Musikern und Songwritern aus der deutschen Szene, wie Justin Balk, Diane Weigmann, Tom Albrecht, Tobias Röger und Christian Neander, der das Album zusammen mit David Jürgens in Berlin auch produzierte.

Dabei hat das Songwriter-Team beinahe gänzlich auf Experimente verzichtet. Nur die erste Singleauskopplung „Millionen Lichter“ bietet mit seinen tanzbaren Rhythmen eine minimale Abkehr vom üblichen Baukastenschema, die sogleich in Remix-Versionen von Blank & Jones sowie Tocadisco aufgegriffen wurden. Grundsätzlich knüpft die 30-Jährige mit den 13 Stücken auf „Ich hör auf mein Herz“ aber nahtlos an ihren typischen Pop-Rock-Sound, mit einer Mischung aus Balladen und schnellen Tracks, wie man es von den vorangegangenen Alben kennt, an.

Die Titel, mit klassischen Themen wie Liebe, Sehnsucht und Aufbruchsstimmung, gehen allesamt gut ins Ohr, ohne einen besonderen Tiefgang zu entwickeln, was auch nicht schlimm ist. Denn Christina Stürmer legt auch auf diesem Album wieder einmal Radiofutter im besten Sinne vor, das sich sympathisch, gradlinig und unaffektiert gegen die deutschsprachige Konkurrenz behauptet.

Anspieltipps:

  • Amelie
  • Unendlich
  • Himmel ins All
  • Millionen Lichter
  • Irgendwo da oben

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