Raashan Ahmad - Ceremony - Cover
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Raashan Ahmad Ceremony


  • Label: Jakarta/Groove Attack
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach Raashan Ahmads Weltreise sind die Inspirationen bestimmt nicht weniger geworden.

Raashan Ahmad wurde schon um 2008 dafür gefeiert, wie viele Stile er zielsicher für seinen HipHop einsetzte. Aufgewachsen mit Jazz, Soul und Funk ist der junge Mann schon immer tief mit dieser Musik verbunden. Die Liebe seiner Generation sind allerdings der Sprechgesang und saftige Beats. Ohne dabei auf den Zug des neuen Jahrzehnts aufzuspringen, bleibt Raashan mehr den Stilen seiner Kindheit treu. Mit viel Soul und inzwischen auch noch vielen weiteren Einflüssen liefert er auf „Ceremony“ abermals ein entspanntes, aber auch lebendiges HipHop-Werk.

Neben besagten von Soul beherrschten Nummern wie dem Opener „Mbeguel (Love)“, klingt Ahmad auf „Ceremony“ oft verspielt. Sei es durch quietschende Samples („The Remedy“) oder einem tiefen „No No No“ als Herzstück eines Liedes. Auch kennt Raashan Ahmad keine Scham, Gitarren einzusetzen, was natürlich der Neigung zum Funk geschuldet ist. Deswegen können auch funkige Nummern mit starker Bläserunterstützung wie „Music“ entstehen, die im Jahrzehnt des wiederentdeckten Autotunes nur selten so organisch klingen.

Neben den durchweg gelungenen, wenn auch wenig großes Aufsehen erregenden Soul-Nummern ist „Mama Nature“ ein Highlight des optimistischen Albums. Ja, Ahmad ist nicht der erste, der ein Lied für die Umwelt schreibt, doch gerade in Verbindung mit den anderen, optimistisch klingenden Einschüben aus dem Funk klingt diese schnelle Hymne umso glaubwürdiger. Klassische Hymnen gibt es dann auch noch mit „How Long“ und „Who's God“. Man muss kein unverbesserlicher Gutmensch oder gläubig sein, um diese Texte frei von typischem Gehabe zu genießen.

Raashan Ahmad hat ein durchweg angenehm zu hörendes Album geschaffen. Allein die Tatsache, dass der Soul in den langsameren Stücken nur selten mehr tut, als man nicht schon vom Track vorher gehört hat, verhindert größeres Lob. Die Lieder sind immer noch gut, doch nach der Hälfte der ruhigen Stücke meint man, den Rest schon zu kennen, wenn man von erwähnten Ausnahmen absieht. Dagegen stehen besagte Ausnahmen, sowie all die Ausflüge in Funk, Boss Nova, Jazz und Soul wie eine Qualitätswand vor Raashan und sorgen dafür, dass man nicht anders kann, als dieses Album zu loben.

Anspieltipps:

  • Mama Nature
  • Who's God
  • The Remedy

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