Kid Cudi - Indicud - Cover
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Kid Cudi Indicud


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 71 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das dritte offizielle Album von Kid Cudi grenzt an einen Totalausfall.

Wer von den Heilsbringern im HipHop und R&B spricht, muss neben Frank Ocean, The Weeknd, Kendrick Lamar und A$AP Rocky auch Kid Cudi mit einbeziehen. Kid Cudi alias Scott Ramon Seguro Mescudi (29) tauchte im Jahr 2008 mit seinem ersten Mixtape in der Rapszene auf und bekam im selben Jahr auf dem „808s & Heartbreak“-Album von Kanye West einen prominenten Gastpart als Rapper und Songschreiber. Kanye West nahm das Talent auch sogleich für sein eigenes Label G.O.O.D. Music unter Vertrag, der nun, mit dem dritten Kid-Cudi-Album „Indicud“, ausgelaufen ist.

Die besagten Kendrick Lamar und A$AP Rocky sowie Too $hort, RZA, Haim, King Chip und Michael Bolton (!) gehören zu den Gästen auf „Indicud“, das nach einigen Terminverschiebungen am 19. April 2013 erschienen ist. Es beginnt mit einem düsteren Synthie-Sturm in „The resurrection of Scott Mescudi“, der sich als Grundlage fast des gesamten Albums herausstellen soll, das sich unerwartet weit von den Grundfesten des HipHop entfernt.

So stehen in keiner Weise Beats und markante Raps im Fokus, sondern elektronische Effekte („Immortal“), Samples („Solo dolo part II“) und merkwürdige Kooperationen wie mit der Indie-Girlgroup Haim („Red eye“), die stilistisch wie eine große, zähe Masse ineinanderfließen und damit kaum einen Wiedererkennungswert bieten. Dazu kommen mit „Unfuckwittable“ und „Young lady“ eh schon recht schräge Tracks, in die sich eine E-Gitarre verirrt hat, die dort gefühlt gar nichts zu suchen hat.

In Anbetracht der überraschenden Trennung von Kanye Wests Label G.O.O.D. Music und dem Fehlen angekündigter hochkarätiger Gast-Kollaborationen (50 Cent), erscheint „Indicud“ wie ein hastig zusammengeschraubter Schnellschuss mit einer hohen Anzahl an Totalausfällen und grundsätzlich nur wenig künstlerischer Substanz. Sprich, ein Werk, das sich auch nach zehn Durchläufen nicht schön hören lässt.

Anspieltipps:

  • Cold blooded
  • Just what I am
  • Solo dolo part II
  • New York City rage fest

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