Woodlands - Woodlands - Cover
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Woodlands Woodlands


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine junge Band mit viel individueller Erfahrung, die eingesetzt und ausprobiert werden will.

Erst vor ungefähr einem Jahr fanden sich drei Musiker in Europas Norden zusammen, um ihre Talente zu vereinen und „Woodlands“ zu gründen. Die junge Band zeugt jedoch von hohen Erfahrungswerten, denn ihre Mitglieder sind keine Frischlinge im Musikbusiness. Sara Wilson, die mit ihren Songs und ihrer Stimme als treibende Kraft erscheint, war bereits in verschiedenen Gruppen der Indie-Szene zu Gange, ebenso wie ihr Bandkollege Niklas Korssell und Bassist Markus Holmberg.

Die Erfahrung aller drei Künstler erklärt vermutlich auch, warum sich auf der Platte Musik befindet, die man sich erst einmal trauen muss, zu spielen. Die Klänge lassen sich nur schwer in eine Richtung zwängen, wechseln von Song zu Song ab und sind stark experimentell. Peter, von Bjorn And John assoziiert Stoner-Folk und Boogie-Pop, die Indie-Rock Vergangenheit der Woodlands-Mitglieder lässt sich jedoch auch nicht leugnen.

Fünf intensive Tage verbrachten die drei Musiker im Studio, um aufzunehmen, was „Woodlands“ heißt und ab und zu auch nach „Woodlands“ klingt. Während der Opener „Move Forward“ tatsächlich Naturgefühle bündelt und in seiner fast poppigen Art strahlt, entziehen sich die späteren Songs einer klaren Linie. „Housebuildning“ hat beim ersten Hören den Anschein, die Geräuschkulisse von echten Bauarbeiten nachahmen zu wollen, so voller Wucht kommt die Gitarre zum Einsatz. Sie ist Ausdruck für den Schmerz, der sich in diesem Song auch von Saras Lippen löst.

„River Running Wild“ im Anschluss hält mit melodischem, fast positivem Nachdruck dagegen, während Lazy Days nach faulen, aber wilden Tagen klingt. „On the run“ hingegen lädt zum Schunkeln ein, es versprüht erneut den Charme, der am Anfang des Albums ausgeschüttet wurde. Die klare Linie, sie fehlt ganz einfach. Das bedeutet nicht, dass das Album keine Einheit wäre. In allen Songs lassen sich Anknüpfungspunkte erkennen und auch die Einflüsse sind meist die gleichen. Ein bisschen Retro, ein bisschen psychedelisch, ein bisschen Yoko Ono, ein bisschen Neil Young. Ein bisschen mehr noch eigenes: Woodlands eben.

Anspieltipps:

  • Move Forward
  • I wanna know
  • River Running Wild
  • On the Run

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