Feeding People - Island Universe - Cover
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Feeding People Island Universe


  • Label: Innovative Leisure/ALIVE
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Schöne und das Biest: Wuchtiger Westcoast-Rock aus der Garage!

Die Band Feeding People kommt aus dem Bezirk Orange County in Kalifornien. Neben Jessie Jones (Gesang, Gitarre) und Louis Filliger (Gitarre, Bass) agieren Nic Rachman (Gitarre, Gesang), Jane Reich (Keyboards) sowie Schlagzeuger Michael Reinhart. Beim Hören des Albums werden allerlei Assoziationen frei gesetzt. Westcoast- und Stoner-Rock sowie Psychedelic- und Garage-Einflüsse, die auch ihre Produzenten Jonny Bell (Crystal Antlers) und Hanni El Khatib mitbringen. Letzterer selbst als Künstler auf dem Label Innovative Leisure aktiv.

Mit dem vom Patti Smith-Gitarristen Lenny Kaye 1972 zusammengestellten Album „Nuggets: Original Artyfacts From The First Psychedelic Era 1965 - 1968“ (wurde 2012 neu aufgelegt) dürften sie ebenso vertraut sein, wie mit aktuelleren Acts à la Surfer Blood, Fallen Trees, Thee Oh Sees oder Jesse Sykes & The Sweet Hereafter. Deren Album „Marble Son“ kochte mit Jefferson Airplane Westcoast-Rock, der auch auf Feeding Peoples „Universal Island“ eine Rolle spielt. Zudem wird eine gehörige psychedelische Portion Blues- und Stoner-Rock untergejubelt und auch die Garagen-Punk Türe steht weit offen.

Die ersten verhaltenen Töne des Openers „Silent Violent“ werden alsbald in wuchtigen Rock überführt, immer wieder unterbrochen von leiseren Passagen, der Titel spricht hier für sich. Der Blick zur „Other Side“ ist ein waschechter Sprung in Westcoast-Rock-Gewässer, auf denen quecksilbrige Stromgitarren surfen, die von monströsen Rhythmen empor gepeitscht werden. Der Titelsong kommt als verspielte schunkelnde Ballade daher und rückt die Stimme von Jessie Jones in den Mittelpunkt. In ihrer Stimme lassen sich Spuren von Grace Slick, Fiona Apple, Liela Moss (The Duke Spirit) und Caoimhe Macfehin (Heart Attack Alley) entdecken. Mit ihrem speziellen Gesangsstil verkörpert sie die Schöne und das Biest gleichermaßen.

Neben den furiosen wuchtigen Songs wie „Big Mother“, „Uranium Song“, „Insane“ und „Inside Voices“ stehen auch ruhigere Titel wie das mit Violine untermalte „The Cat Song (Secrets Of Luna)“, die federnde, Bass und Gitarrenriff fuzzende „Red Queen“ oder der von The Doors Orgel angetriebene „Desert Song“. Bei den Feeding People paaren sich Spielwitz, Intelligenz und Trash. Dem Coverartwork gerecht werdend, pieken sie einem Nadeln und Messer ins Ohr, erzeugen bizarre Bilder, einen ins Gesicht springenden Rock’n’Roll-Trip. Well done fellows!

Anspieltipps:

  • Other Side
  • Insane
  • The Cat Song (Secrets Of Luna)
  • Red Queen

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